„Einzigartige Vorarlberger Strukturen auch in Zukunft erhalten“

Spezial / 20.11.2019 • 20:32 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
V. l.: Heinz Huber (Mohrenbrauerei), Kurt Michelini (GF Brauerei Frastanz) und Hubert Berkmann (GF Brauerei Egg) werden intensive Gespräche mit dem Ziel, Kooperationsmöglichkeiten zu finden und Synergien zu nutzen, führen.
V. l.: Heinz Huber (Mohrenbrauerei), Kurt Michelini (GF Brauerei Frastanz) und Hubert Berkmann (GF Brauerei Egg) werden intensive Gespräche mit dem Ziel, Kooperationsmöglichkeiten zu finden und Synergien zu nutzen, führen.

Vorarlberger Mitbewerber wollen künftig stärker zusammenarbeiten.

Dornbirn, Egg, Frastanz Die Übernahme der Mehrheit an der Bludenzer Brauerei Fohrenburg durch die Brau Union Österreich und damit durch die niederländische Heineken-Gruppe verändert die Marktbedingungen in Vorarlberg nachhaltig. „Damit fällt mit Vorarlberg die letzte Bastion ohne mehrheitliche Beteiligung eines Bier- oder Getränke-Großkonzerns.“ Ein Umstand, den die Eigentümer bzw. Geschäftsführer von Mohrenbrauerei, Brauerei Frastanz und Brauerei Egg veranlasse, ihre Kräfte zu bündeln, betonen diese in einer gemeinsamen Stellungnahme. „Die drei Vorarlberger Brauereien stehen felsenfest für eine Bewahrung der Vorarlberger Bierkultur“, betonen Heinz Huber (Mohrenbrauerei), Kurt Michelini (GF Brauerei Frastanz) und Hubert Berkmann (GF Brauerei Egg) unisono. Man werde nun intensive Gespräche mit dem Ziel, Kooperationsmöglichkeiten zu finden und Synergienutzungen zu ermöglichen, führen.

Die Globalisierung des Biermarktes sei eine große Herausforderung, die Heineken-Gruppe – zu der die österreichische Brau Union zählt – ein vermeintlich übermächtiger Mitbewerber. „Der Großkonzern hält bereits seit beinahe 20 Jahren elf Prozent der Anteile an der Bludenzer Brauerei. Dass sich die Holländer damit nicht auf Dauer zufriedengeben, war absehbar“, erklärt Huber, der die Mohrenbrauerei in sechster Generation führt. „Es bleibt abzuwarten, wie sich die vergleichsweise kleine Brauerei Fohrenburg in den Konzern einfügen wird bzw. wie sich der neue Player am Vorarlberger Biermarkt verhält“, ergänzt Berkmann von der Brauerei Egg. Mohren und Brauerei Egg sind Familienbetriebe.

Die nunmehrige Übernahme zeige, dass die genossenschaftliche Öffnung für mittlerweile 1600 Vorarlberger Eigentümer der Brauerei Frastanz goldrichtig war“, so Michelini. „Wir möchten die einzigartigen Vorarlberger Strukturen auch in Zukunft erhalten. Die Bündelung der Kräfte, dort wo es Sinn macht, wird daher eine wichtige Zukunftsaufgabe werden“, betonen die Eigentümer bzw. Geschäftsführer der Brauereien.