„Björn ist heute mit uns mitgefahren“

Sport / 28.10.2012 • 21:55 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Das ÖSV-Team fuhr im Gedenken an den verunglückten Björn Sieber mit Trauerflor.

ski alpin. Björn Sieber hätte in Sölden beim Skiweltcup-Riesentorlauf als Vorläufer über die Piste gehen sollen. Nach dem Unfalltod des Bregenzerwälders am Freitag waren die Gedanken der ÖSV-Rennläufer beim 23-Jährigen. „Es ist traurig und relativiert alles. Björn, mach’s gut, dort wo du jetzt bist“, schrieb Marcel Hirscher auf Facebook. „Björn ist heute mehr oder weniger mit uns mitgefahren. Ich habe nur sehr wenige gekannt, die sich so reingehaut haben und so fürs Skifahren gelebt haben.“ Nach dem Riesentorlauf in Sölden war Hirscher über sich selbst erschrocken, dass er nur zwei Tage nach Siebers Tod jubeln und in die Kameras lachen konnte. „Das ist extrem schräg. Am Freitag war ich sehr traurig und konnte die Welt nicht verstehen. Und mit einem Schlag ist man wieder zurück in diesem Zirkus“, sagte Hirscher.

Über den Gesundheitszustand von Bruder Marc Sieber, der bei der Tragödie das Unfallauto gelenkt hatte, will man im Landeskrankenhaus Feldkirch erst heute Auskunft geben. Für Björn wird in Schwarzenberg morgen um 14 Uhr ein Seelenrosenkranz abgehalten, das Begräbnis findet am Mittwoch um 10 Uhr statt.