„Meine Kollegen haben mich nicht mehr erkannt“

Sport / 28.10.2012 • 21:45 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Nenad Krstic kann das Spital verlassen. Der 27-Jährige ist nach mehreren Operationen nach einer Kopfverletzung auf dem Weg der Besserung.Foto: Stiplovsek
Nenad Krstic kann das Spital verlassen. Der 27-Jährige ist nach mehreren Operationen nach einer Kopfverletzung auf dem Weg der Besserung.
Foto: Stiplovsek

Nenad Krstic kann nach schwerer Kopfverletzung anfang Woche das Spital verlassen.

fussball. Acht Tage nach dem Zusammenprall mit dem Schlinser Tormann Andreas Dreier ist Nenad Krstic (27) auf dem Weg der Besserung. „Es hätte noch viel schlimmer kommen können“, so der Götzner Torjäger. Anfang dieser Woche kann er das Landeskrankenhaus Feldkirch verlassen. An den tragischen Zwischenfall erinnert sich der Serbe kaum noch. „Ich habe den gegnerischen Goalie nicht gesehen, sonst wäre das alles gar nicht passiert und ich hätte anders reagiert.“

Vier Stunden dauerte die Operation. Der Kicker hatte sich Verletzungen an der Augenhöhle, am Joch- und Nasenbein sowie am Oberkiefer zugezogen. Da haben die Besuche seiner Eltern oder Arbeitskollegen im Spital gut getan. „Am Anfang haben mich meine Kollegen nicht mehr erkannt, das war schlimm für mich“, erinnert sich der 27-Jährige.

Rückkehr im Frühjahr

Derzeit kann Krstic nur flüssige Nahrung, sprich Suppen, Obstmus oder Babynahrung zu sich nehmen. Noch immer hat er in der Nacht Schmerzen. Krstic denkt aber schon wieder an eine Rückkehr auf den Sportplatz: Spätestens zum Frühjahrsstart möchte er dem FC Götzis zum Wiederaufstieg in die Landesliga verhelfen. Immerhin hat er schon zehn Saisontore für die Kummenberg-Elf erzielt – und das sollen noch lange nicht die letzten Treffer gewesen sein.

Spieler wieder schwer verletzt

Die schweren Kopfverletzungen im Vorarlberger Fußball nehmen offenbar kein Ende. Beim Spiel in der 4. Landesklasse zwischen Schruns 1b und Vandans 1b erlitt der Vandanser Thomas Loretz (20) bei einem Luftkampf eine schwere Gehirnerschütterung und musste mit dem Notarzt-Hubschrauber ins Landeskrankenhaus Feldkirch geflogen werden. Das Spiel wurde nach 30 Minuten beim Stand von 0:0 abgebrochen.