Ein Kurzurlaub für die Bulldogs

Sport / 05.11.2012 • 21:32 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die drei Leitfiguren in der DEC-Abwehr – D‘Aversa, DesRochers und Magnan – sollen durch einen neuen Verteidiger entlastet werden. Foto: VN/Stiplovsek
Die drei Leitfiguren in der DEC-Abwehr – D‘Aversa, DesRochers und Magnan – sollen durch einen neuen Verteidiger entlastet werden. Foto: VN/Stiplovsek

Der Dornbirner EC geht angeschlagen, aber hochmotiviert in die Länderspielpause.

eishockey. (VN-am) Mit der vierten Niederlage in Folge, drei davon auswärts, kehrten die Cracks des Dornbirner EC am Sonntagabend aus Szekesfehervar nach Vorarlberg zurück. Trainer Dave MacQueen gab wie angekündigt erst mal bis kommenden Freitag frei: „Die Jungs sind alle müde, sowohl körperlich als auch geistig. Die Pause vom Eishockey wird ihnen guttun, danach können wir wieder mit frischer Energie ins Training starten.“

Die Spieler verbringen ihre freien Tage teils im Ländle, einige sind auch unterwegs. Scott Aarssen und Dale Mitchell fliegen nach Barcelona, Danny Bois zieht es mit seiner Freundin nach Venedig, Andrew Kozek nach Wien. Luciano Aquino hat eine Rundreise über Stuttgart, München und Salzburg angekündigt, Philip Putnik macht Heimaturlaub in Zell am See – die Youngsters Marc Trummer und Stefan Häussle dürfen sich auf eine Woche Bundesheereinsatz freuen.

Vier Verletzte im Kader

Die Verletzten John Hecimovic und Fabian Glanznig bereiten sich im Olympiastützpunkt auf ihr Comeback vor, bei Niki Petrik und Chris Harand könnte die Pause länger dauern – genauere Diagnosen sollen bis Mittwoch Klarheit bringen, bis dahin erholen sich die beiden in ihrer Heimat Villach bzw. Graz.

Das nächste Heimspiel steigt am Mittwoch, den 14. November, gegen Meister Linz. Bis dahin will der Coach seine Truppe wieder auf Siegesmodus umstellen. Arbeit gibt es genug, nach einem überraschend starken Auftakt kamen die Bulldogs in den letzten Runden etwas ins Trudeln. Vor allem die mangelnde Chancenauswertung macht dem Kanadier zu schaffen: „Wir sind ein defensiv basiertes Team und werden nicht in jedem Spiel fünf oder sechs Tore machen. Deshalb müssen wir auch mal die 4:3 oder 3:2-Spiele gewinnen“, fordert MacQueen, der seine Spieler mit mehr Entschlossenheit vor dem Tor sehen will. „Ich habe es schon öfter gesagt: Wir sind spielerisch nicht so stark wie Salzburg oder Wien – wir müssen dahin gehen, wo es wehtut, müssen die Scheibe nur irgendwie ins Netz bringen. Wir müssen auch mal dreckige Tore machen!“

Verteidiger dringend gesucht

Im Training will der 53-Jährige weiter verstärkt mit den „special teams“ arbeiten: „Im Penaltykilling waren wir die letzten drei Spiele ganz stark, dafür haben wir auf einmal im Powerplay nichts mehr getroffen.“

Ein starker Verteidiger, der die defensiven Leitfiguren Jonathan D‘Aversa und Olivier Magnan entlasten – und eventuell auch Michael Henrich wieder zu seinem angestammten Platz als Stürmer verhelfen soll – wird nach wie vor gesucht. „Manager Alex Kutzer und ich reden jeden Tag über mögliche Kandidaten. Aber wir warten auf den richtigen, der auch charakterlich zu uns passt.“

Wir müssen für unsere Tore einfach härter arbeiten als die anderen.

DEC-Coach Dave MacQueen

Eishockey

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Tabelle: Sp S SnV NnV N TV Pkt.

1. Vienna Capitals 19 15 3 1 4 68: 41 31

2. Medvescak Zagreb 19 13 1 3 6 71: 44 29

3. Villacher SV 19 14 2 1 5 83: 60 29

4. KAC 19 12 3 1 7 63: 60 25

5. HC Orli Znojmo 19 10 1 3 9 73: 66 23

6. Alba Volan Fehervar 19 10 2 1 9 59: 64 21

7. Black Wings Linz 19 10 3 0 9 70: 70 20

8. Graz 99ers 19 8 2 4 11 61: 64 20

9. EC Salzburg 19 8 1 2 11 74: 60 18

10. Olimpija Laibach 19 7 1 1 12 58: 71 15

11. Dornbirner EC 19 5 2 3 14 54: 78 13

12. HC Innsbruck 19 2 1 2 17 46:102 6

*Der Sieger erhält 2 Punkte. Bei einem Remis nach 60 Minuten erhalten beide Teams einen Punkt, der Sieger nach Verlängerung oder Penaltyschießen erhält einen weiteren Zähler.

20. Runde (Mittwoch, 14. November, 19.15 Uhr): Dornbirn – Linz, KAC – Znojmo, Innsbruck – Salzburg, Fehervar – Wien, Zagreb – Laibach, Villach – Graz.