Tschechien jubelt über Sieg

Sport / 18.11.2012 • 22:14 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Ivo Minar, Lukas Rosol, Radek Stepanek, Tomas Berdych, und Jaroslav Navratil (v. l.). Foto:ap
Ivo Minar, Lukas Rosol, Radek Stepanek, Tomas Berdych, und Jaroslav Navratil (v. l.). Foto:ap

Radek Stepanek holte im Davis-Cup-Finale gegen Spanien den entscheidenden Punkt zum 3:2-Erfolg.

tennis. Ausgerechnet der vermeintliche Schwachpunkt Radek Stepanek hat Tschechien im 100. Davis-Cup-Finale der Tennis-Geschichte zu einem historischen Triumph geführt. Der 33-Jährige gewann überraschend das entscheidende Match zum 3:2 gegen Titelverteidiger Spanien und verwandelte die mit knapp 14.000 Zuschauern seit Monaten ausverkaufte Prager Arena in ein Tollhaus.

Zweiten Matchball verwandelt

Im abschließenden Einzel bezwang Doppel-Spezialist Stepanek den Weltranglisten-Elften Nicolas Almagro mit 6:4, 7:6 (0), 3:6, 6:3 und sorgte für den zweiten Davis-Cup-Erfolg der Hausherren nach 1980. Nach 3:52 Stunden verwandelte Stepanek den zweiten Matchball, ließ sich auf die Knie fallen und löste wahre Begeisterungsstürme aus. „Davon habe ich mein Leben lang geträumt. Ich kann nicht beschreiben, was ich fühle“, sagte Stepanek den Tränen nahe.

Die Nummer 37 des ATP-Rankings war von den ohne den ver­letzten Rafael Nadal angetretenen Spaniern eigentlich als Schwachpunkt im Einzel ausgemacht worden. Doch im ­hitzigen fünften Match behielt der Australian-Open-Doppel-Sieger von 2012 kühlen Kopf und bereitete sich neun Tage vor seinem 34. Geburtstag ein vorgezogenes Geschenk.

US-Open-Halbfinalist Tomas Berdych hatte zunächst im Spitzenduell den ersten Matchball der Gastgeber nicht nutzen können und musste sich mit 2:6, 3:6, 5:7 David Ferrer geschlagen geben. Danach wuchs Stepanek über sich hinaus.