Wälder mit viel Herz zum Sieg

Sport / 23.12.2012 • 22:28 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der EHC Lustenau hielt im Derby gut mit, verlor aber 3:6 – die Eislöwen gehen als Tabellenschlusslicht in die kurze Weihnachtspause.
Der EHC Lustenau hielt im Derby gut mit, verlor aber 3:6 – die Eislöwen gehen als Tabellenschlusslicht in die kurze Weihnachtspause.

Lustenau verliert zweimal: Am Samstag beim EHC Bregenzerwald, sonntags gegen Zell.

Eishockey. (VN-siha/am) Kein ruhiges Eishockeyfest für die Cracks des EHC Palaoro Lustenau: Die Eislöwen mussten sich sowohl in Dornbirn gegen den EHC Bregenzerwald 3:6 als auch im Heimspiel am Sonntag gegen Zell 3:4 geschlagen geben. Im Derby hatte Lustenau den besseren Start erwischt, benötigte aber einen Schnitzer von Antti Kauppila, um durch Philipp Winzig in Führung zu gehen (19.). Auf der Gegenseite nutzte Linus Lundström ein Missgeschick zum Ausgleich (22.), Thomas Auer traf zum 1:2 (25.), und Christian Haidinger glich erneut aus (33.).

Entscheidung im Schlussdrittel

Nach wenigen Sekunden im Schlussabschnitt brachte ein Kauppila-Kracher in Überzahl die erste Führung der Wälder (41.), Lustenau kam durch Thomas Alfare noch einmal zum 3:3 (45.), aber nur 39 Sekunden später profitierte Gabriel Pohl von einem Goaliefehler von Matthias Fritz, es hieß 4:3! Als die Lustenauer in den letzten zwei Minuten ohne Goalie mit sechs Feldspielern angriffen, erzielten die Wälder zwei weitere Treffer.

Wälder mit mehr Herz

EHCB-Coach Henrik Alfredsson: „Zu Beginn war zu wenig Bewegung in unserem Spiel, das hat Lustenau stark gemacht. Ein besonderes Lob gebührt der vierten Linie, die mit unermüdlichem Forechecking einen super Job gemacht hat.“ Haberl nüchtern: „Wenn man so viele Chancen ungenützt lässt, ist man selber schuld. Es hat das Team mit mehr Herz gewonnen.“ Tags darauf hielt man auch im Heimspiel gegen Tabellenführer Zell gut dagegen, die Chancenauswertung machte aber wieder den Unterschied. Toni Saarinen traf erst in der Schlussminute zweimal – am Ende hieß es 3:4.

Das nächste Derby steigt am Stefanitag, wenn die fras­tanzer VEU Feldkirch Lustenau empfängt (18 Uhr): Bei den Hausherren wird Daniel Fekete nach einer längeren krankheitsbedingten Pause sein Comeback feiern.

Eishockey

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Am Samstag spielten 18. Runde

EHC Bregenzerwald – EHC Palaoro Lustenau 6:3 (0:1, 2:1, 4:1)

Messestadion, 1265, SR Hofer, König, Marent

Torfolge: 19. 0:1 Winzig, 22. 1:1 Lundström, 25. 1:2 Auer, 33. 2:2 Haidinger, 41. 3:2 Kauppila (5:4-Powerplay), 45. 3:3 Alfare, 45. 4:3 Pohl, 59. 5:3 Häußle (empty net), 60. 6:3 Haidinger (empty net); Strafminuten: 10 plus 10 (Glanznig) bzw. 10

EHC Bregenzerwald: Svensson; Unterberger, Wolf, Kauppila, Mitgutsch, Stadelmann, Purkhard; Ban, Nilsson-Grans, Lundström, Pohl, Bereuter, Pfeiffer, Haidinger, Häußle, Glanznig, Hauser, M. Beiter, A. Beiter

EHC Palaoro Lustenau: M. Fritz (45. Büsel); Skovira, Alfare, Zorec, Scheffknecht, Eiler, Schwendinger, Kutzer; Leinonen, Winzig, Saarinen, Ströhle, Judex, Auer, Schraven, Kainz, L. Fritz

Am Sonntag spielten

EHC Palaoro Lustenau – EK Zell am See 3:4 (0:1, 1:2, 2:1)

Rheinhalle, 972, SR Strasser, Mair, Walluschnig

Torfolge: 4. 0:1 Tschernutter (4:5), 26. 0:2 Lainer, 37. 1:2 Auer, 38. 1:3 Guggenberger, 57. 1:4 Magovac, 60. 2:4 Saarinen, 60. 3:4 Saarinen; Strafminuten: 10 plus 10 (Auer) bzw. 16

Tabelle: Sp S SnV NnV N TV Pkt.

1. EK Zell am See 16 13 1 0 3 68:48 38

2. frastanzer VEU Feldkirch 14 7 0 1 7 45:43 22

3. HK Slavija Laibach 16 7 1 2 9 47:50 22

4. EHC Bregenzerwald 15 7 2 2 8 57:52 21

5. HK Triglav Kranj 16 6 1 2 10 56:63 19

6. EHC Palaoro Lustenau 15 6 2 0 9 44:61 16

*Der Sieger erhält 3 Punkte. Bei einem Remis nach 60 Minuten erhalten beide Teams einen Punkt, der Sieger erhält nach Verlängerung oder Penaltyschießen einen weiteren Zähler.

19. Runde (Mittwoch, 26.12.): Feldkirch – Lustenau (18 Uhr), Zell – Bregenzerwald (19.30 Uhr), Kranj – Laibach (18.15 Uhr). 20. Runde (Samstag, 29. 12.): Bregenzerwald – Zell, Laibach – Lustenau (beide 19.30 Uhr). (Sonntag, 30.12.): Feldkirch – Bregenzerwald, Kranj – Lustenau (18 Uhr).