Schanzen bieten neue Chancen

Sport / 08.03.2013 • 22:08 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Spatenstich war der Startschuss zum Bau des neuen Schanzenzentrums Montafon in der Tschaggunser Parzelle Zelfen. Foto: sturn
Der Spatenstich war der Startschuss zum Bau des neuen Schanzenzentrums Montafon in der Tschaggunser Parzelle Zelfen. Foto: sturn

Spatenstich für das Sprunglaufzentrum im Montafon – erste Sprünge im Jänner.

ski nordisch. Der Startschuss zum Bau des neuen Schanzenzentrums Montafon in Tschagguns-Zelfen ist mit der Spatenstichfeier offiziell erfolgt. Für die Umsetzung des modernen Baus am Standort der ehemaligen Zelfenschanze zeichnet Mitiska-Wäger Architekten aus Bludenz verantwortlich. „Zwanzig Jahre lang wurde vom Nordischen Konzept gesprochen, nun konnte es endlich in der sportbegeisterten Region Montafon umgesetzt werden“, freute sich Patrick Ortlieb, Präsident des Vorarlberger Skiverbandes (VSV).

Giesinger als Antreiber

Impulsgeber war bereits 1993 VSV-Ehrenpräsident und ehemaliger aktiver Springer Arnold Giesinger. Der Zuschlag der Europäischen Olympischen Jugendspiele (EYOF), welche vom 24. bis 31. Jänner 2015 in Vorarlberg und Liechtenstein stattfinden werden, hat das Projekt vorangetrieben. „Es ist für mich eine große Freude, heute dabei zu sein“, sagte ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel.

Im Jänner 2014 soll die Anlage, deren Errichtungskosten sich auf zwölf Millio­nen Euro belaufen, in Betrieb gehen. Dann werden die Schanzen für den ersten Höhepunkt, die EYOF-Spiele, getestet. Für den nordischen Sport in Vorarlberg bedeutet die Realisierung des Projekts neue Chancen, ist Landestrainer Willi Greber überzeugt. „Die Anlage bietet ideale Trainingsbedingungen für unsere arrivierten Springer und hilft uns in der Nachwuchsgenerierung.“ Vier Mattenschanzen mit Hillsize 22, 40, 66 und 108 werden ganzjährig fürs Training zur Verfügung stehen. Mit der Skimittelschule in Schruns und dem Schulsportzentrum in Tschagguns können Sprungläufer künftig Sport und Ausbildung perfekt kombinieren. „Das ist ab der Saison 2014/15 möglich. Damit setzen wir neue Maßstäbe im nordischen Sport und dürfen uns in Zukunft sicher wieder über internationale Skisprungerfolge der Vorarlberger Athleten freuen“, sagte Sportlandesrätin Bernadette Mennel. Sie dankte im Speziellen ihrem Vorgänger Siegi Stemer, der den Grundstein für die Realisierung des engagierten Projekts gelegt hatte.

Tschagguns hat Tradition

Groß war das Interesse auch bei den Dorfbewohnern, die zahlreich an der Spatenstichfeier teilnahmen. Tschagguns hat eine Sprunglauftradition, denn schon 1937 stand dort mit der Zelfenschanze die damals größte Schanze Österreichs. Bevor 1966 der Betrieb eingestellt wurde, fanden hier internationale Bewerbe und österreichische Meisterschaften statt.

Wir setzen neue Maßstäbe im nordischen Sport.

Bernadette Mennel