„Sascha soll nun zeigen, was für ein Kerl er ist“

Sport / 19.03.2013 • 23:16 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Derzeit ist Hubert Nagel (r.) ein begehrter Gesprächspartner.
Derzeit ist Hubert Nagel (r.) ein begehrter Gesprächspartner.

Austria-Präsident Hubert Nagel gibt sich in der „Causa Boller“ vorsichtig.

Fussball. (VN-cha) Auf die Frage, wie er denn den Alt­acher Siegtreffer über Grödig erlebt habe, meinte Hubert Nagel vielsagend: „Ich hätte auch mit einem 0:0 leben können.“ Im weiteren Gespräch jedoch war dem Austria-Präsidenten dann zu entlocken, dass ihm das Ergebnis (1:0) doch mehr Freude bereitet hat. „Wenn schon einen Sieger, dann lieber Altach.“

Auch das Thema Vertragsverhandlungen ging der 61-Jährige am Tag nach der „Boller-Bombe“ wieder offensiver an. „Die Situation hat sich nicht verändert. Wir möchten, dass jeder bleibt. Das wissen auch die Spieler. Aber sie müssen auch wissen, dass es Grenzen gibt.“ Zudem, so Nagel weiter, gebe es schon viele Anfragen von Spielern, die gerne kommen würden. „Darunter sind einige interessante Namen.“

Was die „Causa Boller“ betrifft, so will Nagel erst in Ruhe mit dem Deutschen reden. Er jedenfalls könne sich vorstellen, dass Sascha Boller, auch nach Bekanntwerden seines Wechsels zu Titel-Mitkonkurrent Grödig, weiter für die Austria spielt. „Wenn er seine Chance nutzt. Sascha soll jetzt einfach zeigen, bei wem er unter Vertrag steht und was für ein Kerl er ist.“ Sollte sich der Trainer im Zweifelsfall aber für einen Spieler entscheiden, der bleibt, dann würde er das verstehen. Bezüglich der Kritik von Boller im VN-Interview wegen des geplatzten Rapid-Wechsels meinte Nagel: „Ich war mir damals mit Ebner einig, nur Rapid wollte erst ein, zwei Spieler loswerden. Daran ist es gescheitert.“

Nicht wir wollten nicht, sondern Rapid konnte nicht.

Hubert Nagel