Wichtiges Tor für die Psyche

Sport / 19.03.2013 • 23:16 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Kollektiver Jubel nach dem Siegtreffer von Philipp Netzer (Dritter von links). Julian Erhart, Hannes Aigner, Martin Kobras und Mathias Sereinig feiern mit dem Torschützen. Fotos: gepa
Kollektiver Jubel nach dem Siegtreffer von Philipp Netzer (Dritter von links). Julian Erhart, Hannes Aigner, Martin Kobras und Mathias Sereinig feiern mit dem Torschützen. Fotos: gepa

Cashpoint SCR Altach feiert Philipp Netzer und die Rückkehr in die Spitzengruppe.

Fussball. Endlich wieder einmal „bebte“ die Cashpoint-Arena, auch wenn nur knapp mehr als 1500 Fans an dem nasskalten Montagabend den Weg ins Stadion fanden. Es war in der Nachspielzeit, als Kapitän Philipp Netzer einen schnellen Angriff per Kopf mit dem Siegtreffer abschloss und so den ersten Erfolg gegen ein Top-3-Team in dieser Saison fixierte. „Das war ganz schön wichtig“, sagte der 27-Jährige am Tag danach. Dem Lochauer war Erlösung darüber im Gespräch anzumerken. „Auch für unser Selbstvertrauen und die Sicherheit im Spiel war das Tor, glaube ich, nicht ganz unwichtig“, ergänzte der Routinier, für den es sein 31. Erste-Liga-Treffer war. Keinen Gedanken verschwendete er dann auch an die Austria, die ob des Treffers in der Tabelle weiter zwei Punkte vor Grödig liegt. Dabei hatten die Lustenauer doch vor zwei Jahren keine Unterstützung im Titelrennen geliefert, als sie in der Südstadt mit 3:1 führten und in der Schluss-Viertelstunde noch vier Treffer und einen Ausschluss kassierten (20. Mai 2011). Die Admira stieg damals auf, Altach schaute durch den Rost.

Das Wort „Titelkampf“ haben Netzer und Co. für diese Saison sowieso aus ihrem Vokabular gestrichen. Wenngleich der Rückstand (acht Punkte bei einem Spiel mehr) anderes vermuten lassen würde. „Wir sind nicht so naiv, um jetzt wieder mit dem Rechnen anzufangen“, bringt es der SCRA-Kapitän auf den Punkt. Wichtig sei es, konstant auf einem hohen Level zu spielen. „Diesen Anspruch haben wir an uns selbst. Auf dieses Niveau wollen wir kommen. Und nicht nach einem Spiel schon wieder sagen: Alles ist super.“ Das elfte Spiel ohne Niederlage bedeutete für den SCRA tabellenmäßig zwar eine Rangverbesserung, doch Netzer relativiert: „Wir schauen jetzt von Spiel zu Spiel, planen können die anderen.“

Es war für uns ganz wichtig, endlich einmal einen der drei Großen zu schlagen – und zu null zu gewinnen.

Philipp Netzer