Paszek, Mathis und die Handballer von Hard sind die großen Sieger 2012

Sport / 20.03.2013 • 23:04 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die strahlenden Gewinner mit ihren Trophäen bei der Sportlerwahl 2012 auf der Werkstattbühne des Festspielhauses.
Die strahlenden Gewinner mit ihren Trophäen bei der Sportlerwahl 2012 auf der Werkstattbühne des Festspielhauses.

Bei der Sportnacht in Bregenz wurden die besten Sportler und Teams gewürdigt.

sportlerwahl. Großer Abend des Vorarlberger Sports: Im Festspielhaus Bregenz zeichneten das Sportreferat des Landes Vorarlberg, die Vorarlberger Nachrichten und das ORF-Landesstudio die besten Sportler des Jahres 2012 aus. Und wieder einmal sah sich die Jury vor keine leichte Wahl gestellt.

Bei den Damen setzte sich das Kopf-an-Kopf-Rennen von 2011 fort – und am Ende landeten drei Olympia-Teilnehmerinnen auf dem Siegerpodest. Tennis-Lady Tamira Paszek hatte gegen Gymnastin Caroline Weber wieder das bessere Ende für sich und wurde zum bereits fünften Mal zur Vorarlberger Sportlerin des Jahres gekürt. Damit ist die Dornbirnerin nun Rekordsiegerin. Je vier Mal zur Sportlerin des Jahres gewählt wurden Ski-Olympiasiegerin Anita Wachter und Ringerin Nikola Hartmann.

Olympia-Starterin Barbara Gasser (Kunstturnen), die Leichtathletinnen Sabine Reiner, Rosalie Tschann und Doris Röser, Synchronschwimmerin Livia Lang, Karate-Lady Bettina Plank und Badminton-Ass Elisabeth Baldauf machten den Triumph der Sommersportlerinnen bei der Wahl für das abgelaufene Sportjahr perfekt. Mit Susanne Moll auf Platz fünf schaffte nur noch eine Wintersportlerin den Sprung unter die besten Zehn.

Der Ski-Aufsteiger

Bei den Herren führt erstmals seit den Triumph von ­Kilian Albrecht 2002 mit Marcel Mathis wieder ein Alpiner das Feld an. Der Riesentorlauf-Spezialist überzeugte im Weltcup mit zwei dritten Plätzen in Bansko und Schlad­ming, war Mitglied des siegreichen Weltcup-Mannschaftsbewerbs beim Finale 2012 und im österreichischen Skiteam der Aufsteiger der Saison.

2009 hatte Snowboarder Markus Schairer, der diesmal hinter Handball-Legionär Robert Weber auf Platz drei landete, den Wintersport als Sieger vertreten. Apropos Snowboard: Hinter Fecht-Olympia-Teilnehmer Roland Schlosser, Mario He (Billard), Matthias Brändle (Rad), Tennis-Evergreen Julian Knowle und Marco Baldauf (Turnen) landeten mit Alessandro Hämmerle und Lukas Mathies zwei weitere „Brettkünstler“ bei der Sportlerwahl in den Top Ten. „Ich bin riesig stolz, danke für die Unterstützung, die ich von allen bekommen habe. Das ist eine coole Ehrung, damit habe ich nicht gerechnet“, freute sich Marcel Mathis über die Auszeichnung.

Zweiter Triumph der „Teufel“

Nach dem erstmaligen Gewinn des WM-Titels hatten im letzten Jahr das Radballduo Patrick Schnetzer/Dietmar Schneider die Wahl zur Mannschaft des Jahres für sich entschieden. In diesem Jahr mussten sich die Höchster dem rot-weiß-roten Handball-Champion Alpla HC Hard geschlagen geben. Nachdem Bregenz bei acht vorangegangenen Wahlen bis 2010 die Nase vorn hatte, setzen sich diesmal die „Roten Teufel“ nach ihrem Premieren-Titel 2003 erstmals wieder durch. Hard-Manager Hansjörg Füssinger lobte bei der Übergabe das große Engagement und Verständnis der politischen Ebene in Vorarlberg für den Spitzensport.

Die Fußballer des SC Aus­tria Lustenau, die Eishockey-Bundesligaaufsteiger des Dornbirner EC und die Softballerinnen der Dornbirn Sharx belegten in der Wertung die weiteren Ränge.

Doppelte Auszeichnung

In der Kategorie der Versehrtensportler wurde die Auszeichnung erstmals doppelt vergeben. Bei den Damen gewann Heidi Mackowitz. Sie räumte bei der INAS-Behindertensport-WM in der Türkei groß ab – mit Gold im Super-G, Silber im Riesentorlauf und in der Kombination sowie Bronze im Slalom. In der Herren-Kategorie verteidigte Philipp Bonadimann, der alpine Slalomweltcup-Sieger, seinen Titel aus dem vergangenen Jahr.

Bei den Special Olympics wurde der Bludenzer Jürgen Bonner für seine Leistungen aus dem Jahr 2012 ausgezeichnet. Er gewann bei den Winterspielen in Kasachstan Gold und Bronze in den nordischen Bewerben und legte im Sommer Silber in den leichtathletischen Disziplinen nach.

Die Nachhaltigkeit eines solchen Events hat besonders für den Nachwuchs eine große Bedeutung.

ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel