Ein Sieg ist Pflicht, Überheblichkeit dennoch fehl am Platz

Sport / 21.03.2013 • 18:59 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Färöer darf für Österreich heute (20.30 Uhr) auf dem angestrebten Weg nach Brasilien kein Stolperstein sein.

Fussball. Das Team steht vor einer Pflichtaufgabe. Gegen die Auswahl der Färöer muss die Truppe von Teamchef Marcel Koller unbedingt einen vollen Erfolg einfahren, um im Kampf um eine Teilnahme an der Endrunde 2014 nicht weiter an Boden zu verlieren und gleichzeitig Selbstvertrauen für das Duell mit Irland am Dienstag in Dublin zu tanken. Der 52-Jährige warnte allerdings davor, die Nummer 153 der FIFA-Weltrangliste auf die leichte Schulter zu nehmen. Sollte er ein gewisses Maß an Überheblichkeit bei seinen Spielern feststellen, werde er sofort einschreiten. „Österreich hat ja diesbezüglich eine Geschichte. So etwas wie 1990 brauchen wir nicht mehr“, erklärte der Schweizer in Anspielung auf die 0:1-Blamage gegn die Färöer in Landskrona.

Diesbezüglich macht sich Koller aber ohnehin keine Sorgen. „Die Stimmung in der Mannschaft ist gut, doch das hat nichts damit zu tun, dass die Spieler glauben, wir besiegen den Gegner locker.“ Der Teamchef ist sich bewusst, dass seiner Truppe gegen die äußerst defensiv eingestellten Insel-Kicker eine unangenehme Aufgabe bevorsteht. „Es wird schwierig, weil der Gegner kompakt steht und physisch keine Probleme haben wird, 90 Minuten lang dagegenzuhalten.“

Mit der nötigen Einstellung und Spielfreude sollte der Abwehrriegel aber zu durchbrechen sein. „Wir müssen mit schnellen Kombinationen Löcher suchen. Als Grundvoraussetzung brauchen wir 100 Prozent Bereitschaft und Leidenschaft, da spielt es keine Rolle, wer der Gegner ist.“ Koller verlangt von seiner Auswahl zudem, nun endlich das Potenzial abzurufen, das in ihr steckt. „Wir haben große Qualität, aber die müssen wir von Beginn an abrufen.“

Jedem ist bewusst, dass wir drei Punkte brauchen.

Marcel Koller