Fortbestand des Vereins anstreben

Sport / 22.03.2013 • 23:17 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Noch wissen FC-Lustenau-Trainer Daniel Madlener und seine Spieler nicht, ob die Meisterschaft für sie weitergeht. Foto: vn/steurer
Noch wissen FC-Lustenau-Trainer Daniel Madlener und seine Spieler nicht, ob die Meisterschaft für sie weitergeht. Foto: vn/steurer

Die Gläubiger entscheiden Anfang der Woche über die Zukunft des
FC Lustenau 1907.

Fussball. Unterlagen anfordern und sichten, Gespräche führen und Termine ausmachen – die Tage von Dr. Klaus Grubhofer sind derzeit mit dem Insolvenzverfahren gegen den Profiklub FC Lustenau 1907 mehr als ausgefüllt. Dabei geht es dem zum Masseverwalter bestimmten Dornbirner Anwalt vor allem darum, den Verein in seiner Existenz nicht zu gefährden und den Blau-Weißen wirklich eine geordnete Rückkehr in den Amateurfußball zu sichern. Erste Gesprächsrunden bzw. Telefonate signalisieren ihm jedenfalls die Bereitschaft, die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs bis Saisonende zu garantieren.

Positive Signale der Gemeinde

Seitens der Gemeinde Lustenau jedenfalls haben BM Klaus Fischer und Sportsprecher Bernd Bösch ihre Bereitschaft bekundet, dem FCL die noch ausstehende Spitzensportförderung zukommen zu lassen. Laut Bösch sei der fünfstellige Euro-Betrag aber weit weniger als die bisher kolportierten 35.000 Euro.

Wichtigster Bestandteil des Sanierungskonzeptes aber sind die noch ausständigen Gesprächen mit den größten Gläubigern des Klubs, mit der Gebietskrankenkasse und dem Finanzamt. Diesbezüglich wird der Insolvenzverwalter viel Fingerspitzengefühl beweisen müssen, wenn es Anfang kommender Woche zum großen Gesprächsgipfel kommt. Angesichts der Klubschulden hängt der Fortbestand des Vereins wohl sehr stark von einem möglichen Entgegenkommen der beiden öffentlichen Stellen ab. Davon hängt auch die nahe Zukunft ab. Ohne Zugeständnisse der Gebietskrankenkasse und des Finanzamtes wird der Masseverwalter den Spielbetrieb nicht sichern können. Was für die Bundesliga ein „Supergau“ wäre, würde die Tabelle doch durch die unterschiedlichen Spielwertungen komplett verfälscht.