Mit einer furiosen Finalrunde das Feld von hinten aufgerollt

Sport / 25.03.2013 • 20:18 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Valery Atlas holte bei der Finalrunde drei Siege. Foto: schwämmle
Valery Atlas holte bei der Finalrunde drei Siege. Foto: schwämmle

Schachklub Hohenems rückt in der letzten Sammelrunde auf Platz fünf vor.

Schach. (VN-jd) Mit der mageren Ausbeute von einem 3:3-Remis gegen Feffernitz und einem 5,5:0,5-Sieg gegen Wien reiste der SK Hohenems als Schlusslicht der Tabelle zur dritten und letzten Sammelrunde der 1. Bundesliga nach St. Veit. Der Klassenerhalt des Traditionsvereins aus der Grafenstadt, als einziger Klub seit 1995 in ununterbrochener Folge in der obersten Spielklasse dabei, hing buchstäblich am seidenen Faden. Mit dem Abstiegsgespenst im Rücken präsentierten sich die Emser in Kärnten aber von ihrer „Schokoladenseite“. Zunächst wurde Fürstenfeld mit 5:1 bezwungen, anschließend Zwettl und Gastgeber St. Veit mit 3,5:2,5 besiegt.

Remis gegen den Meister

Mit diesen drei Siegen hatten die Hohenemser den Klassenerhalt fixiert. Von der Last befreit zeigte man sich in der abschließenden Partie gegen den bereits feststehenden Meister SK Jenbach noch einmal von seiner besten Seite und fügte den Tirolern mit dem 3:3-Remis den einzigen Punktverlust in dieser Saison zu. Hervorzuheben dabei der Sieg von David Baramidze (Elo 2612) gegen den ukrainischen Großmeister Andrei Volokitin, der mit einem Elo-Wert von 2725 zu den Top 30 der Weltrangliste gehört.

Überragend bei der letzten Sammelrunde agierten auf Brett fünf Valery Atlas (3:0 Siege) bzw. auf Brett vier Falko Bindrich (3:1). Maßgeblichen Anteil am Höhenflug hatten zudem Baramidze, der auf Brett eins einen Sieg und drei Remis verbuchte und der Litauer Eduardas Rosentalis, der auf Brett zwei einen Sieg und zwei Remis holte.

Zu den fleißigsten Punktesammlern im Team der Emser zählte in dieser Saison auch Georg Fröwis, der es in zehn Partien auf Brett fünf auf vier Siege bzw. je drei Remis und Niederlagen brachte.

Seit 18 Saisonen dabei

Nach dem Gewinn des Meistertitels 2004, von Silber drei Saisonen zuvor, vor drei dritten Ränge (1999, 2002 und 2008) und der zwei vierten Plätze war der fünfte Rang die neuntbeste Platzierung in der 18-jährigen Geschichte der Hohenemser in der Eliteliga.

Georg Fröwis holte in zehn Partien 5,5 Punkte. Foto: schwämmle
Georg Fröwis holte in zehn Partien 5,5 Punkte. Foto: schwämmle

Schach

1. Bundesliga 2012/13 Internet: www.chess-results.com

3. Sammelrunde (Runden 8 bis 11) in St. Veit/Glan

SK Fürstenfeld – SK Hohenems 1,0:5,0

Richard Rapport – David Baramidze 0,5:0,5, Imre Hera – Eduardas Rozentalis 0:1, Andras Gyula Szabo Gergely – Alexander Naumann 0,5:0,5, Günter Kuba – Falko Bindrich 0:1, Christopher Schwarhofer – Valery Atlas 0:1, Anton Postl – Dennis Breder 0:1

SK Hohenems – SK Zwettl 3,5:2,5

David Baramidze – Zbynek Hracek 0,5:0,5, Eduardas Rozentalis – Thomas Polak 0,5:0,5, Alexander Naumann – Jan Bernasek 0,5:0,5, Falko Bindrich – Pavel Blatny 1:0, Georg Fröwis – Gerhard Schroll 1:0, Dennis Breder – Petr Buchnicek 0:1

ASVÖ St. Veit/Glan – SK Hohenems 2,5:3,5

Marin Bosiocic – David Baramidze 0,5:0,5, Peter Prohaszka – Eduardas Rozentalis 0,5:0,5, Davorin Kuljasevic – Alexander Naumann 0,5:0,5, Davor Rogic – Falko Bindrich 0:1, Franz Hoelzl – Valery Atlas 0:1, Thomas Hebesberger – Georg Fröwis 1:0

SK Hohenems – SK Jenbach 3,0:3,0

David Baramidze – Andrei Volokitin 1:0, Alexander Naumann – Christian Bauer 0,5:0,5, Falko Bindrich – Peter Acs 0:1, Valery Atlas – Uwe Bönsch 1:0, Georg Fröwis – Oliver Lehner 0,5:0,5, Dennis Breder – Markus Stangl 0:1

Abschlusstabelle Sp. S R N Wtg 2 Wtg1

1. SK Jenbach 11 10 1 0 44,5 21

2. SK Maria Saal 11 7 2 2 38,5 16

3. SK Baden 11 7 1 3 38,0 15

4. SV Rapid Feffernitz 11 6 2 3 40,0 14

5. SK Hohenems 11 4 2 5 34,5 10

6. ASVÖ St. Veit/Glan 11 4 2 5 31,0 10

7. SK Zwettl 11 3 3 5 32,0 9

8. ASVÖ Wulkaprodersdorf 11 4 1 6 31,5 9

9. SK Wien 11 3 2 6 29,0 8

10. Union Ansfelden 11 3 2 6 26,0 8

11. SK Fürstenfeld 11 3 1 7 26,0 7  

12. SK Absam 11 1 3 7 25,0 5  

Erklärung: Wtg 2 . . . Spielepunkte; Wtg1 . . . Matchpunkte

Modus: Pro Runde werden sechs Einzelpartien ausgetragen; nach den elf Runden gibt es drei Absteiger; für einen Sieg (6:0, 5:1, etc.) gibt es zwei Matchpunkte (Wtg 1 in der Tabelle) für den Sieger und keinen für den Verlierer, bei einem Remis (3:3) erhalten beide Teams je einen Matchpunkt

Einzelstatistik SK Hohenems Sp. S R N Pkte. % EloDS

GM David Baramidze (Ger) 11 3 5 3 5,5 50,0 2615

GM Eduardas Rozentalis (Lit) 7 1 6 0 4,0 57,1 2577

GM Arik Braun (Ger) 4 2 1 1 2,5 62,5 2556

GM Alexander Naumann (Ger) 4 0 4 0 2,0 50,0 2535

GM Falko Bindrich (Ger) 8 5 2 1 6,0 75,0 2532

IM Valery Atlas (V) 10 4 3 3 5,5 55,0 2430

IM Milan Novkovic (V) 3 0 0 3 0 0 2397

IM Georg Fröwis (V) 10 4 3 3 5,5 55,0 2399

IM Dennis Breder (Ger) 6 3 1 2 3,5 58,3 2438

FM Dmitry Atlas (V) 7 3 3 1 4,5 64,3 2155

Luca Kessler (V) 3 0 0 3 0 0 2228

Gesamt 66 22 25 19 34,5 52,3

Folgende Spieler waren ebenfalls im Kader, sind aber im Verlauf der Saison nicht zum Einsatz gekommen:

GM Michael Bezold (Ger) ELO 2524, FM Marco Baldauf (Ger) 2381, IM Guntram Gärtner (V) 2331, FM Dmitry Atlas (V) 2255, Matthias Burschwosky (V) 2234, Emilian Hofer (V) 1949

Schach

Die Platzierungen des SK Hohenems in der obersten Spielklasse

Saison Rang Sp S R N Pkte. MPkte

2012/13 5. Rang 11 4 2 5 34,5 10

2011/12 6. Rang 11 5 1 5 35,0 11

2010/11 7. Rang 11 3 2 6 31,0 8

2009/10 9. Rang 11 4 1 6 30,0 9

2008/09 8. Rang 11 3 4 4 32,0 13

2007/08 3. Rang 11 5 4 2 38,0 19

2006/07 7. Rang 11 6 1 4 34,5 19

2005/06 4. Rang 11 7 2 2 39,0 23

2004/05 5. Rang 11 3 3 5 33,5 12

2003/04 1. Rang 11 8 3 0 41,0 27

2002/03 9. Rang 11 2 5 4 32,0 9

2001/02 3. Rang 11 5 3 3 35,0 13

2000/01 2. Rang 11 6 3 2 38,5 15

1999/00 7. Rang 11 3 2 6 31,5 8

1998/99 3. Rang 11 5 3 3 35,0 13

1997/98 2. Rang 11 6 2 3 32,5 14

1996/97 9. Rang 11 3 1 7 29,0 7

1995/96 4. Rang 11 6 2 3 35,0 14

Gesamt: 198 84 44 70 617,0 244

Erklärung: Die österreichischen Mannschaftsstaatsmeisterschaften werden seit 1953 unter der Bezeichnung Staatsliga ausgetragen. 2003 erfolgte eine Umbenennung in Bundesliga.