„Ich bin es gewohnt, im Play-off zu spielen“

Sport / 28.03.2013 • 23:10 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Bringt viel Routine in das Dornbirn-Team für die nächste Erste-Bank-Liga-Saison mit: Martin Grabher-Meier.Foto: gepa
Bringt viel Routine in das Dornbirn-Team für die nächste Erste-Bank-Liga-Saison mit: Martin Grabher-Meier.
Foto: gepa

Eishockey-Routinier Martin Grabher-Meier feiert nach neun Jahren ein Comeback im Ländle.

eishockey. 598 Partien absolvierte Grabher-Meier in Österreichs höchster Spielklasse, 207 Punkte stehen auf dem Konto. Und ein Kurz-Engagement für Dornbirn (2001/02) mit drei Spielen in der zweiten Liga ist in der Vita des gebürtigen Lustenauers ebenfalls vermerkt. Bulldogs-Coach Dave MacQueen ist überzeugt, dass der Neuzugang seinem Team helfen wird: „Ich habe ihn in Linz beobachtet und freue mich, ihn im Team zu haben. Er kommt aus der Gegend, hat einen guten Charakter, arbeitet hart und wird den jungen heimischen Spielern weiterhelfen können.“

Wie groß war das Heimweh nach vier Saisonen in Salzburg und fünf in Linz?

Grabher-meier: Das Heimweh war nicht so schlimm, weil ich im Sommer ja immer zu Hause war. Aber ich freu’ mich jetzt schon, wieder ganz nach Vorarlberg zu übersiedeln. Und für meine Frau Kim hat das Pendeln zwischen dem Ländle und Linz endlich ein Ende.

Was war das Motiv, in Dornbirn anzuheuern?

Grabher-meier: Dornbirn hat letztes Jahr schon angeklopft. Ich hatte das Gefühl, dass das Interesse an meiner Person sehr groß ist. Das ehrt mich. Und ein neues Engagement ist auch immer eine neue Herausforderung. Darum habe ich das Linzer Angebot abgelehnt.

Wie hat dir der EC Dornbirn in der Premierensaison der Erste Bank Liga gefallen? Und wo sind die Hebel anzusetzen?

Grabher-meier: Dornbirn hat insgesamt positiv überrascht. Gegen dieses Team zu spielen, war sehr schwierig. Niemand hat gedacht, dass die Bulldogs so gut mitspielen können. Und das Play-off hat man ja nur knapp verfehlt.

Stichwort Play-off. Wird es gelingen, dieses Ziel in der kommenden Saison zu erreichen?

Grabher-meier: Es wird nicht einfach, dorthin wollen alle anderen Mannschaften auch. Aber unser Team muss spielerisch einen neuen Level erreichen, den nächsten Schritt machen. Ich bin es ja aus den letzten Jahren gewohnt, immer im Play-off zu spielen – also möchte ich da auch wieder hin.

Wird die Model-Karriere nochmals neuen Schwung bekommen?

Grabher-meier: Nein, das war ein einmalige Geschichte, die ich nicht weiterverfolgt habe. Wenn man voll auf das Eishockey fokussiert ist, gibt es eigentlich keinen Platz für andere Tätigkeiten.

Werden andere Kollegen aus Linz nach Dornbirn folgen?

Grabher-meier: Konkret gehört habe ich nichts. Aber ich denke, dass Martin Mairitsch ein Kandidat ist. Und bei Marcel Wolf gehe ich davon aus, dass es mit Dornbirn etwas werden könnte. ##Heimo Kofler##

Zur Person

Martin Grabher-Meier

der Eishockey-Stürmer wechselt vom
EHC Linz zum EC Dornbirn

Geboren: 21. November 1983 in Lustenau

Größe/Gewicht: 1,82 m/85 kg

Position: Flügelstürmer

Stationen: EHC Lustenau, EC Dornbirn, VEU Feldkirch, EC Salzburg, EHC Black Wings Linz

Ausbildung: Matura HTL Elektrotechnik

Familie: verheiratet mit Kim seit Sommer 2011

Erfolge: zweimal Meister in der Erste Bank Liga mit Salzburg (2007, 08), einmal mit Linz (2012), zehn Nationalteameinsätze.