Erster Matchball für das Halbfinale

Sport / 29.03.2013 • 21:44 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Povilas „Paul“ Babarskas (mit Ball) und seine Teamkollegen sind gefordert. Mit Margareten gastiert der Tabellenführer heute in der Handball-Arena Rieden. Foto: gepa
Povilas „Paul“ Babarskas (mit Ball) und seine Teamkollegen sind gefordert. Mit Margareten gastiert der Tabellenführer heute in der Handball-Arena Rieden. Foto: gepa

Bregenz HB braucht gegen Margareten einen Sieg – Meister Hard gastiert in Leoben.

Handball. Es wäre mehr als ein „faules“ Ei im Osternest, wäre das Topduell zwischen Bregenz HB und den Fivers Margareten heute (19 Uhr) zugleich das letzte Heimspiel in dieser Saison für das Team aus der Landeshauptstadt. Die definitive Antwort darüber, ob die Mannen von Coach Geir Sveinsson in den nächsten Wochen noch einmal in der Handball-Arena Rieden bei der Arbeit zu sehen sein werden, wird wohl erst nach der 20-tägigen Länderspielpause in den beiden ausstehenden Partien der Meisterrunde fallen.

Von der Papierform her starten die Bregenzer mit einer guten, aber keinesfalls beruhigenden Ausgangslage, in das Saisonfinale. Mit dem 32:27-Heimsieg am letzten Spieltag gegen Leoben liegt man mit sieben Punkten aktuell auf Rang vier in der Tabelle, der zur Teilnahme an der Halbfinalserie genügen würde. Nicht zuletzt deshalb, weil man in den letzten Runden noch bei Krems und West Wien antreten muss, könnte es sein, dass zwei Punkte gegen Margareten wertvoller denn je sind. So sieht es auch Fivers-Coach Peter Eckl: „Sie sind im Aufwind und haben mit dem Sieg gegen Leoben bewiesen, dass sie dem Druck standhalten können. Obwohl wir alle bisherigen vier Saisonduelle für uns entscheiden haben, dürfen wir die Sache nicht auf die leichte Schulter nehmen.“

Partie mit finalem Charakter

Im Lager der Bregenzer zeigt man sich zweckoptimistisch: „Es wird eine ganz schwere Aufgabe. Sollten wir die beiden Punkte holen, wäre dies ein großer Schritt in Richtung Halbfinale. Wenn wir aber verlieren, wird es wieder eng. Nicht zuletzt deshalb habe ich den Spielern in dieser Woche nicht nur einmal erklärt, dass die Partie gegen die Fivers für uns finalen Charakter hat und zugleich der erste Matchball für eine Halbfinal-Teilnahme ist“, betont Bregenz-Trainer Sveinsson.

Personell sind bis auf den langzeitverletzten Philipp Günther alle Mann an Bord. Abwehrchef Günther hat nach seiner Schulteroperation im Februar wieder mit dem Training begonnen und diese Woche verkündet, dass er bei einem Halbfinaleinzug auf jeden Fall noch einmal zur Verfügung stehen würde. Von der Ausgangslage her vergleichbar ist die zweite Partie mit Ländle-Beteiligung zwischen Leoben und dem Alpla HC Hard. Der regierende Meister aus der Bodenseegemeinde hat ebenfalls alle vier Saisonduelle gegen die Obersteirer für sich entschieden. Hard-Coach Markus Burger warnt davor, sich auf der sicheren Seite zu wähnen: „Bis auf den Heimsieg zu Saisonbeginn waren es immer enge Partien. Leoben steht mit dem Rücken zur Wand, für sie wäre eine Niederlage praktisch das Ende der Halbfinal-Träume. Mit ihrem fanatischen Publikum im Rücken werden sie alles versuchen, um uns zu stürzen. Wir müssen uns auf einen ganz heißen Tanz gefasst machen und bereit sein, den Kampf anzunehmen. Nur so können wir die Punkte holen.“

Während sich die in der Tabelle auf Platz zwei liegenden „Roten Teufel“ vom Bodensee so wie Leader Margareten bereits fix für die Vorschlussrunde qualifiziert haben, trennen die vier weiteren Teams lediglich drei Punkte. Krems hat acht und Bregenz sieben Zähler auf dem Konto, West Wien bzw. Leoben folgen je fünf Punkten. Für Spannung pur ist also wieder einmal gesorgt.