Bullen vor Rückspiel optimistisch

Sport / 05.08.2013 • 21:43 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Salzburgs Kevin Kampl (r.) wird im Rückspiel gegen Fenerbahce Istanbul wieder von Beginn an spielen. Foto: gepa

Salzburgs Kevin Kampl (r.) wird im Rückspiel gegen Fenerbahce Istanbul wieder von Beginn an spielen. Foto: gepa

Salzburger haben keine Angst vor Hexenkessel im Fenerbahce-Stadion in Istanbul.

fußball. Die Ausgangsposition nach dem 1:1 im Hinspiel ist nicht ideal, aber auch nicht hoffnungslos. Red Bull Salzburg darf vor dem Drittrunden-Qualifikations-Rückspiel zur Champions League am Dienstag (20.45 Uhr MESZ) beim türkischen Vizemeister und Favoriten Fenerbahce Istanbul weiter vom Einzug ins Play-off und in weiterer Folge in die „Millionenliga“ träumen. Die Kicker traten die Reise an den Bosporus gestern nach einem Vormittagstraining in Salzburg mit viel Optimismus im Gepäck an.

Chancen besser verwerten

Die Erinnerung an das Hinspiel in der ausverkauften Salzburger EM-Arena ist noch frisch. Die Salzburger zeigten in Teil eins des Duells mit den Türken eine erfrischende Vorstellung mit gutem Offensivfußball, nur die fehlende Effizienz sowie ein bitteres Handspiel von Andreas Ulmer im Strafraum in der Nachspielzeit und der folgende Elfmetertreffer von Cristian verhinderten einen gerechtfertigten Heimsieg.

„Dass wir gegen Istanbul die bessere Mannschaft sein können, hat man gesehen. Wir brennen alle darauf, um unsere Chance zu kämpfen, dort in die nächste Runde einzuziehen“, sagte Salzburgs Trainer Roger Schmidt. An der Ausgangsposition habe sich nichts geändert. „Es wird eine sehr schwierige Aufgabe, aber wir sind hoch motiviert“, ergänzte Schmidt. Seine Truppe müsse daher alles raushauen, was sie habe. „Es wird natürlich ein ganz anderes Spiel als gegen Innsbruck, aber es wird auch dort darum gehen, die zweiten Bälle zu gewinnen“, meinte der Deutsche. Und die Salzburger müssen die Chancen, die sich bieten, auch nützen. „Ich hoffe, dass wir uns das ein oder andere Tor für heute aufgehoben haben.“

Spieler wurden geschont

Das 1:1-Remis in der Meisterschaft bei Wacker Innsbruck kann aber nicht nur aufgrund des Klasseunterschieds der Tiroler und der Türken nicht als echte Generalprobe gewertet werden, hatte Schmidt doch im Hinblick auf das heutige Match kräftig rotiert. Stützen wie Kevin Kampl oder Sadio Mane kamen nur zu Kurzeinsätzen, sie können daher ziemlich ausgeruht ins wichtige Auswärtsspiel gehen.

Schwegler fraglich

Das gilt auch für den Brasilianer Alan, der zuletzt angeschlagen war, aber spielen dürfte. Der Einsatz des angeschlagenen Christian Schwegler ist fraglich, Havard Nielsen fällt mit einer Schultereckgelenksverletzung fix aus. Zu rechnen ist, dass Schmidt – sofern alle Spieler fit sind – auf genau jene Truppe wie im Hinspiel setzt.

Die Spieler brennen jedenfalls auf ihren Einsatz im 50.000 Zuschauer fassenden Istanbuler Hexenkessel Sükrü-Saracoglu-Stadion.

„Wir freuen uns auf das Spiel, das sind die Highlights eines Fußballspielers.
Wir müssen das Herz in die Hand nehmen und bis zum Ende Vollgas geben“, sagte
der Slowene Kampl. Und ein überaus optimistischer Martin Hinteregger ergänzte: „Wir fliegen mit einem Supergefühl nach Istanbul. Wir haben gegen sie eine Super-Partie gespielt und können so eine Leistung noch einmal abrufen. Fenerbahce ist sicher zu biegen, wir glauben alle fest daran.“

Die Mannschaft ist für das Rückspiel hoch motiviert.

roger schmidt