Wutrede und tobende Frankfurter

Sport / 18.08.2013 • 21:37 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Deutsche ­Bundesliga liefert schon am ­zweiten Spieltag viele Schlagzeilen.

Fussball. 1:5 verloren, und danach wurde es so richtig laut. „Ich bin nicht genervt, ich bin kampfeslustig“, schrie Hamburgs Trainer Fink nach dem 1:5 gegen die überraschend starken Hoffenheimer im Presseraum. „Ich bin unzufrieden, aber ich werde nicht aufgeben“, betonte der von der fehlenden Konstanz seiner Elf gefrustete Coach. „Die Mannschaft lässt mich seit eindreiviertel Jahren nicht einmal zwei bis drei Spieltage durchatmen.“

HSV-Sportdirektor Oliver Kreuzer hat die Routiniers im Kader kritisiert und das schlechte Abwehrverhalten angeprangert. „Man könnte erwarten, dass gerade die erfahrenen Spieler die Dinge in die Hand nehmen“, sagte der Hamburger Sportvorstand. Dazu seien die Nationalspieler aber nicht in der Lage gewesen. „Der Marcell Jansen in Schalke und der Marcell Jansen gestern. Da frage ich mich: Was ist da passiert?“, fragte Kreuzer. Mit solch unerklärlichen Leistungsabfällen gerate das erklärte Ziel Europa League in Gefahr. „Dann haben wir da oben nix verloren“, betonte er.

In Frankfurt tobte Vorstandsboss Heribert Bruchhagen nach der 0:1-Niederlage gegen den FC Bayern. Grund dafür war die Leistung des Schiedsrichters. „Um einen Punkt zu holen, braucht man eine konzentrierte Linienrichter-Leistung.“ Bruchhagen sprach das nicht gegebene Ausgleichstor durch Alexander Meier ebenso an wie den nicht gepfiffenen Elfer am selben Spieler. „Er lässt sich nie hinfallen. Meier kriegt in 400 Jahren keinen Elfer mehr“, echauffierte sich Bruchhagen. So aber stellten die Münchner ihren Vereinsrekord mit 27 Spielen ohne Niederlage – saisonübergreifend – ein. Nur der HSV (36) und Dortmund (31) sind noch besser.