Den „Titel-Hattrick“ als erklärtes Ziel

Sport / 27.08.2013 • 20:53 Uhr / 8 Minuten Lesezeit
Auf die „Roten Teufel“ vom Bodensee wartet bereits am Wochenende die erste große Bewährungsprobe. Der HLA-Titelträger ist in der Qualifikation zur Gruppenphase der Champions League im Einsatz. Foto: Verein

Auf die „Roten Teufel“ vom Bodensee wartet bereits am Wochenende die erste große Bewährungsprobe. Der HLA-Titelträger ist in der Qualifikation zur Gruppenphase der Champions League im Einsatz. Foto: Verein

Meister Alpla HC Hard stellt sich mit breiter Brust den Herausforderungen auf nationaler und internationaler Ebene.

Handball. Mit einem 27:25- Heimsieg über die Fivers Margareten im dritten Duell der Finalserie verteidigte der Alpla HC Hard am 30. Mai seinen Titel in der Handball-Liga Austria (HLA) erfolgreich und hat sich zum dritten Mal nach 2003 und 2012 die höchste Auszeichnung im nationalen Männer-Handball geholt. Die Dominanz der „Roten Teufel“ vom Bodensee in seiner 15. Periode in der höchsten Spielklasse spiegelt sich auch in den Statistiken wider: Mit 25 Siegen, drei Remis und fünf Niederlagen und der Rekordzahl von 53 Punkten war man die klare Nummer eins. Zudem hat der alte und neue HLA-Champion bei der jährlich vom Österreichischen Handballverband (ÖHB) vorgenommenen Vergabe der Einzelauszeichnungen den Löwenanteil abgesahnt. Meistermacher Markus Burger freute sich über die Auszeichnung „Trainer des Jahres“, und Goalie Golub Doknic war wie in der Saison 2011/12 für die Expertenjury der beste Legionär. Mit Doknic (Tor), Dominik Schmid (Rückraum links), Marko Tanaskovic (Rückraum rechts) und Michael Knauth (Flügel rechts) wurden vier der sieben Positionen im All-Star-Team an „Rote Teufel“ vergeben.

„Nagelprobe“ in Novi Sad

„Das Erreichte versuchen zu bestätigen und die neuen Herausforderungen annehmen“ lautet deshalb das Motto für die kommende Saison. Neben den Pflichtaufgaben in der HLA bzw. dem ÖHB-Cup will man auch im Europacup in neue Dimensionen vordringen. Und da wartet am Wochenende eine echte „Nagelprobe“. Beim in Novi Sad (Srb) stattfindenden Viererturnier der Qualifikation zur Gruppenphase der Champions League trifft man im Halbfinale auf den gastgebenden RK Vojvodina. Bei einem Sieg würde man im finalen Duell einen Tag später auf den Sieger der Partie zwischen dem RK Banja Luka (BIH) und dem HC Zaporozhye (Ukr) treffen. Die Chance, zum zweiten Mal nach 2003 in die Gruppenphase der Königsklasse vorzudringen, beziffert Burger mit 40:60. „Die Vorbereitung ist gut verlaufen. Wir haben beim Turnier in Altensteig u. a. den Bergischen HC und Balingen bezwungen und gegen Winterthur und St. Gallen Siege gefeiert. Lediglich bei der 29:34-Niederlage am Wochenende im Supercup gegen Margareten war besonders in der ersten Halbzeit die Leistung nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe.“

Neue haben Qualität

Positiv überrascht ist Burger über die drei Neuzugänge. Goalie Martin Kalischnig zeigte mehrmals, dass er eine echte Alternative hinter Doknic ist. Gerald Zeiner hat ebenfalls bewiesen, dass er sowohl als Vollstrecker als auch als Spielmacher bereit ist, Verantwortung im Team zu übernehmen. Auch Kresimir Kozina, die neue Nummer eins auf der Kreisposition, hat laut Burger unbestritten seine Qualitäten in Angriff und Abwehr. „Wenn wir die zu diesem Zeitpunkt für seine Position verständlichen Abstimmungsprobleme weiter minimieren können, werden wir mit ihm viel Freude haben“, so der Trainer.

Nicht glücklich mit Modus

Mit der von den Konkurrenten zugewiesenen Favoritenrolle in der HLA hat Burger keine Probleme: „Es ist logisch, dass man als Meister der beiden vorangegangenen Saisonen der Gejagte ist. Ich sehe darin auch eine Herausforderung und hoffe, dass dies auch bei den Spielern so ist. Der Hunger auf weitere Erfolge ist auf jeden Fall noch nicht gestillt.“

„Gespalten“ ist die persönliche Meinung des Hard-Trainers zum neuen Modus in der HLA. Erstmals kommen nach dem Grunddurchgang nunmehr fünf Teams ins Play-off. Nach der Hin- und Rückrunde wird dann mit den drei ersten Teams des Mittleren Play-off ab dem Achtelfinale im K.-o.-Modus gespielt. „Im Prinzip beginnt die Meisterschaft erst so richtig im Februar, und theoretisch kann der Achte am Ende noch Meister werden. Für mich ist dies kein repräsentativer Querschnitt einer Saison. Ich sehe darin eine Verfälschung des Wettbewerbs, der sicher am Ende der Saison wieder zu Diskussionen führen wird“, betont Burger kritsch.

Primäres Ziel der „Roten Teufel“ ist und bleibt es, zum dritten Mal in Folge den Meisterpokal zu holen.

Dominik Schmid war einer von vier Hard-Akteuren im All-Star-Team der Saison 2012/13. Foto: VN/DS

Dominik Schmid war einer von vier Hard-Akteuren im All-Star-Team der Saison 2012/13. Foto: VN/DS

Markus Burger wurde nach seinem zweiten Titelgewinn mit Hard zum Trainer des Jahres gewählt.

Markus Burger wurde nach seinem zweiten Titelgewinn mit Hard zum Trainer des Jahres gewählt.

Goalie Golub Doknic hatte großen Anteil am zweiten Titelgewinn der „Roten Teufel“ in Folge. Foto: PS

Goalie Golub Doknic hatte großen Anteil am zweiten Titelgewinn der „Roten Teufel“ in Folge. Foto: PS

Michael Jochum übernahm die Aufgabe des Kapitäns von Thomas Huemer, der neuer Kotrainer ist und als Stand-by-Goalie bei Bedarf zur Verfügung steht. Foto: VN/DS

Michael Jochum übernahm die Aufgabe des Kapitäns von Thomas Huemer, der neuer Kotrainer ist und als Stand-by-Goalie bei Bedarf zur Verfügung steht. Foto: VN/DS

Handball

Die Statistik des Alpla HC Hard in der obersten nationalen Spielklasse

Saison Rang Sp S R N Tore Diff. Schnitt/Spiel Pkte

2012/13 1. 33 25 3 5 938: 843 + 95 28,4:25,6 53

2011/12 1. 34 18 7 9 900: 835 + 65 26,5:24,6 43

2010/11 4. 31 18 3 10 899: 852 + 47 29,0:27,5 39

2009/10 5. 28 12 2 14 841: 818 + 23 30,0:29,2 26

2008/09 2. 32 20 3 9 1042: 945 + 97 32,6:29,6 43

2007/08 3. 30 17 4 9 916: 858 + 58 30,6:28,6 38

2006/07 3. 30 18 3 9 927: 844 + 83 30,9:28,1 39

2005/06 4. 30 13 4 13 799: 815 – 16 26,6:27,2 30

2004/05 5. 32 18 2 12 939: 888 + 51 29,4:27,8 38

2003/04 3. 32 18 3 11 851: 782 + 69 26,6:24,5 39

2002/03 1. 35 25 1 9 964: 869 + 95 27,6:24,9 51

2001/02 3. 32 17 4 11 822: 775 + 47 25,7:24,2 38

2000/01 3. 28 15 3 10 661: 611 + 50 23,6:21,8 33

1999/00 4. 28 12 5 11 696: 689 + 7 24,9:24,6 29

1998/99 7. 24 10 1 13 595: 652 – 57 24,8:27,2 21

Gesamt 459 256 48 155 12790:12076 + 714 27,9:26,3 711

Handball

Handball-Liga Austria 2013/14

Internet: www.hla.at

Die 18 Spieltermine des Alpla HC Hard im Grunddurchgang

3. 9., 19.00 Uhr Schwaz (A)

10. 9., 19.00 Uhr Margareten (H)

14. 9., 19.00 Uhr Leoben (A)

21. 9., 19.00 Uhr Bärnbach/Köflach (H)

27. 9., 19.00 Uhr Bregenz (A)

5. 10., 19.00 Uhr Ferlach (H)

12. 10., 19.00 Uhr West Wien (A)

19. 10., 19.00 Uhr Krems (H)

26. 10., 19.00 Uhr Linz (A)

9. 11., 19.00 Uhr Schwaz (H)

16. 11., 20.20 Uhr Margareten (A)

20. 11., 19.00 Uhr Leoben (H)

24. 11., 18.00 Uhr Bärnbach/Köflach (A)

29. 11., 20.20 Uhr Bregenz (H)

7. 12., 19.00 Uhr Ferlach (A)

11. 12., 19.00 Uhr West Wien (H)

15. 12., 18.00 Uhr Krems (A)

20. 12., 20.20 Uhr Linz (H)

Alle Heimspiele finden in der Sporthalle am See in Hard statt

Erklärung: Aufgrund der Europacupteilnahme könnte es noch zu Verschiebungen kommen.

Handball: Alpla HC Hard

Der Kader für die Saison 2013/2014

R-Nr./Name Pos. Geb.-Dat. Größe (cm) Gewicht (kg) im Verein Vertrag bis

32 Golub Doknic (MNE) To 16. 4. 1982 195 100 2011 2015

16 Martin Kalischnig Tor 8. 6. 1980 187 88 2013 2015

1 Thomas Huemer Tor 29. 4. 1976 190 90 2001 2013

4 Kresimir Kozina (CRO) K 25. 6. 1990 196 99 2013 2015

6 Dominik Schmid RL 7. 9. 1989 190 80 Eigenbau 2014

7 Luca Raschle FL 6. 11. 1990 174 60 Eigenbau 2014

8 Dominik Wetzel K 16. 6. 1989 180 82 Eigenbau 2013

9 Boris Zivkovic RR 2. 5. 1992 195 85 Eigenbau 2014

10 Frédéric Wüstner RL 7. 9. 1992 191 93 2011 2013

11 Michael Jochum FL 8. 11. 1985 181 70 Eigenbau 2015

13 Marko Tanaskovic (SRB) RR 6. 6. 1985 199 105 2010 2014

18 Bernd Friede RM 18. 2. 1980 191 90 1999 2014

19 Rene Pascal Rigas FR 19. 3. 1990 180 80 Eigenbau 2015

21 Michael Knauth FR 7. 1. 1983 178 80 2008 2013

23 Marko Krsmancic (SRB) RM 2. 12. 1989 186 93 2011 2013

26 Lukas Herburger K 19. 12. 1994 195 83 Eigenbau 2014

27 Thomas Weber RM 7. 6. 1987 180 77 Eigenbau 2015

28 Gerald Zeiner RM 28. 6. 1988 190 87 2013 2014

Trainer: Markus Burger 22. 6. 1964

Kapitän: Michael Jochum (neu)

Personelle Veränderungen im Kader

Zugänge: Kresimir Kozina (CRO, RK Nexe Nasice), Martin Kalischnig (HIT Tirol), Gerald Zeiner (Union Leoben), Dominik Wetzel (zurück von Dornbirn)

Abgänge: Alexander Kathrein (Karriereende), Thomas Huemer (Kotrainer/Stand-by-Goalie), Janis Glusaks (SKIF Krasnodar) Philipp Jochum (Auslandsjahr Studium Schweden, spielt bei RP IF Linköping/2. Liga)

Handball: Alpla HC Hard

Die Daten des Vereins

Präsident: Günther Lehner (seit 2003)

Vorstände: Reinhold Bereuter, Manfred Filzmaier, Walter Ritzer, Wolfgang Rohner,

Peter Faigle, Manfred Schmid, Hansjörg Füssinger, Reinhard Gasser

Spielort: Sporthalle am See, „Teufelsarena“

Postadresse: Seestraße 60, 6971 Hard

Tel.: 05574/70009-30, Fax: 05574/700099, E-Mail: office@hchard.at

Internet: www.hchard.at

Sponsoren/Budget

Hauptsponsor: Alpla

Großsponsoren: Mohrenbräu, Förderklub, VKW, Raiffeisenbank am Bodensee, JCL Logistics, Land Vorarlberg, Marktgemeinde Hard, Lenze Antriebstechnik, Syngroup, Vorarlberger Nachrichten

Ausrüster: Asics (seit 2012)

Budget: 500.000 Euro (1. Mannschaft)

Funktionäre und Betreuerstab

Sportlicher Leiter/Manager: Hansjörg Füssinger (seit 2007)

Trainer: Markus Burger (seit 2010)

Kotrainer: Thomas Huemer (seit 2013)

Tormanntrainer: Mario Krevatin (seit 2005)

Athletik- und Krafttrainer: Stefan Jäger (seit 2010)

Physiotherapie: Roeland Jansen (seit 2000)

Physiotherapie/Massage: Martin Maier (seit 1994)

Vereinsarzt: Dr. Michael Fink (seit 2011)

Marketing: Reinhard Gasser (seit 2012)

Presse: Robert Wolff (seit 2012)