Eine Frage der Taktik – oder doch mehr

Sport / 27.08.2013 • 20:48 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Eine Frage der Taktik – oder doch mehr

Am Ende eines Spiels, das weiß auch VN-Experte Eric Orie, zählt nur das Ergebnis.

Fussball. Vor dem ersten Ländle-Derby am Freitag zwischen Altach und Austria hat sich der 43-jährige Niederländer für die VN-Leser mit den Spielsystemen der Kontrahenten auseinandergesetzt:

Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass die Qualität und der Charakter der Spieler das System bestimmen. Entweder du holst als Trainer die Spieler für dein System oder du musst die Taktik an deine Spieler anpassen. Der große Unterschied beider Mannschaften liegt in der Grundausrichtung des Spielsystems. Hier sehe ich Altach viel offensiver wie die Austria. Doch auf dem Weg zum Erfolg gibt es kein „richtig“ oder „falsch“. Als Trainer habe ich beide Systeme schon spielen lassen, am Ende aber wirst du als Trainer nur am Ergebnis gemessen. Bei Altachs 4-3-3 sehe ich den Vorteil im variablen Spielaufbau. Die Spielweise zielt klar darauf hin, dass viel Ballbesitz, Dominanz und Kontrolle erzielt werden kann. Als Nachteil könnten sich gegen sehr starke Gegner die fünf sehr offensiv ausgerichteten Spieler erweisen. Naturgemäß sind Angreifer im Umschalten nämlich ein wenig langsamer als Defensivspieler. Die Schaltzentrale ist das Trio Roth/Netzer/Prokopic.

Austrias Vorteile liegen in der stabilen Defensive. Funktioniert die Arbeit gegen den Ball gut, dann können schnelle Konter gefahren werden. Nachteil ist die fehlende Offensiv-Flexibilität durch zwei „Sechser“.

Wiedersehen: Am Freitag trifft Mario Bolter (Mitte) als Austria-Spieler wieder auf Philipp Netzer (l.) und SR Robert Schörgenhofer. Foto: gepa
Wiedersehen: Am Freitag trifft Mario Bolter (Mitte) als Austria-Spieler wieder auf Philipp Netzer (l.) und SR Robert Schörgenhofer. Foto: gepa
Eine Frage der Taktik – oder doch mehr