Dornbirn tanzte in Wien den Walzer

Sport / 03.10.2013 • 22:24 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Wiens Jonathan Ferland (l.) bekam den Doppeltorschützen Brett Sonne nicht in den Griff. Foto: GEPA
Wiens Jonathan Ferland (l.) bekam den Doppeltorschützen Brett Sonne nicht in den Griff. Foto: GEPA

Die Bulldogs knöpften den Vienna Capitals mit einem 4:3-Erfolg die Punkte ab.

eishockey. (VN-ab) „Mit Köpfchen spielen, geduldig sein, auf die Konter warten.“ So formulierte Bulldogs-Coach Dave MacQueen die Formel, um gegen die Vienna Capitals in der Albert-Schultz-Halle bestehen zu können. Seine Burschen setzten die Vorgaben um, belohnten eine engagierte Leistung in der Bundeshauptstadt mit einem 4:3-Erfolg. Damit beendeten die Dornbirner nicht nur eine beeindruckende Serie der ­Capitals – drei Siege in Folge bei einem Torverhältnis von 18:2 –, sondern bezwangen innerhalb von wenigen Tagen nach Meister KAC auch den Vizemeister.

Geduldige Dornbirner

Die Bulldogs starteten nach dem Sieg gegen KAC mit breiter Brust gegen die Capitals. Luciano Aquino hatte in der zweiten Minute bereits eine erste gute Möglichkeit, doch sein Versuch ging knapp am Tor von Capitals-Goalie Matt Zaba vorbei. Die Wiener reagierten, prüften zuerst durch Markus Schlacher und dann durch Andre Lakos Adam Dennis. Die Hausherren wurden deutlich präsenter, drückten auf den ersten Treffer. In der 16. Minute war es ein Handgelenkschuss von Dustin Sylvester, der den Weg zum 1:o (16.) ins Dornbirn-Tor fand.

Im zweiten Drittel stand Alexander Feichtner goldrichtig für seinen ersten Saisontreffer: Er verwertete ein Aquino-Zuspiel zum 1:1 (23.). Der Vizemeister drückte nun aufs Gas, doch Dornbirn verteidigte geschickt, konnte sich erneut auf Torhüter Dennis verlassen. In Überzahl ging aber Wien erneut in Führung, beim 2:1 (32.) war zum zweiten Mal an diesem Abend Sylvester zur Stelle.

Dann war es am Ländle-Team, die Powerplay-Qualitäten auszuspielen. Nach Vorarbeit von Brendan Brooks verwertete Brett Sonne in doppelter Überzahl zum 2:2 (34.). Und nach 43 Sekunden im letzten Abschnitt folgte die „Draufgabe“ des Kanadiers: Mit dem zweiten Tor des Abends zum 3:2 (41.) brachte Sonne sein Team erstmals in Front. Die Capitals reagierten, machten ordentlich Druck – aber Graham Mink glückte aus einem Konter die 4:2-Führung (43.): Er fälschte einen Schuss von Alex Plante entscheidend ab. Wien ließ nicht locker, deckte Adam Dennis im letzten Drittel mit insgesamt 19 Schüssen ein – aber nur mehr einer fand den Weg ins Tor: Justin Keller verkürzte auf 3:4 (50.) – dann war es an Dornbirn, Wiener Walzer zu tanzen.

Heute wartet Fehervar

Nach dem Spiel ging es gleich nach Ungarn weiter – heute wartet schon Fehervar auf Martin Grabher-Meier und seine Kollegen. Dort holte sich gestern Salzburg mit einem 4:3-Erfolg nach Penaltyschießen die Punkte ab.

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