Rosberg ärgert sich über Vettel

Sport / 03.10.2013 • 21:53 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Zwei, die Redebedarf haben: Nico Rosberg und Sebastian Vettel. Foto: ap
Zwei, die Redebedarf haben: Nico Rosberg und Sebastian Vettel. Foto: ap

„Respektlos und abgehoben!“ Das deutsche Mercedes-Ass übt ­Kritik am Weltmeister.

formel 1. Mercedes-Pilot Nico Rosberg hat Sebastian Vettel Respektlosigkeit vorgeworfen und sogar Verständnis für die Pfiffe gegen den Formel-1-Weltmeister gezeigt. „Das ist sicher nicht ideal und zudem respektlos, aber er handelt sich natürlich auch diese Buhrufe selber ein“, sagte der 28-Jährige vor dem Großen Preis von Südkorea (Sonntag, 8.00 Uhr). Rosberg spielte bei Sky auf Vettels Kommentar an, mit dem der souveräne WM-Spitzenreiter im Red Bull die aktuelle Überlegenheit erklärt hatte.

„Das gehört sich nicht“

„Wenn die anderen nach Hause gehen und die Eier in den Pool hängen, sind wir noch da und tüfteln weiter am Auto“, hatte der Deutsche nach seinem Sieg in Singapur gesagt, nach dem er erneut von einigen Fans ausgebuht wurde. „Ich fand den Kommentar sehr abgehoben, das gehört sich nicht“, sagt nun Rosberg: „Ich denke, er sollte sich weniger Gedanken über meine Eier machen. Fakt ist, dass mein Team sich den Hintern abarbeitet. Ich hätte ihm in Singapur um ein Haar die Pole-Position weggeschnappt, und geschlagen haben wir ihn in diesem Jahr auch schon.“ Rosberg will nun das Gespräch mit Vettel suchen.

Kurz zuvor hatte dieser seine Singapur-Aussagen relativiert. „Ich war ein bisschen enttäuscht, weil ich glaube, dass es etwas falsch dargestellt wurde“, sagte der 26-Jährige: „Es ging mir nicht darum, die anderen anzugreifen. Ich wollte klarmachen, dass unser Erfolg nicht aus dem Nichts kommt. Wir sind eines der fleißigsten Teams.“

Der ehemalige Formel-1-Pilot Marc Surer (62) hat Vettel einen baldigen Teamwechsel ans Herz gelegt. „Für ihn wäre in Zukunft ein Wechsel gut – dann wäre das Image, dass er nur in einem Red Bull gewinnen kann, endlich weg und auch die Pfiffe würden verstummen“, sagte der Sky-Experte.

Die Konstanz überzeugt

Seinen größten Konkurrenten sei Vettel zudem auch fahrerisch überlegen. „Er hat die Schnelligkeit, die Konstanz und ist auf den Punkt immer voll da. Das unterscheidet ihn meiner Meinung nach von einem Fer­nando Alonso, der manchmal im Training schwächelt, oder von Lewis Hamilton, der zu unkonstant fährt“, sagte der Schweizer.

In Südkorea sei Vettel auch deshalb erneut der klare Favorit. „Eigentlich können ihn nur die Reifen stoppen. Red Bull fährt in Südkorea mit noch weicheren Reifen als letztes Jahr, als es am Ende durchaus kritisch wurde. Sollte das wieder passieren, hat die Vergangenheit gezeigt, dass andere Teams wie Ferrari oder Lotus damit besser umgehen können“, sagt Surer.

Ich fand den Kommentar sehr abgehoben, das gehört sich nicht.

nico Rosberg

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