Mit Gier gegen den Tor-Geiz

Sport / 10.10.2013 • 22:11 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Für die Dornbirner Bulldogs muss das nächste Erfolgserlebnis her – gegen die Graz99ers steht aber in vier EBEL-Vergleichen erst ein Sieg zu Buche. Foto: gepa
Für die Dornbirner Bulldogs muss das nächste Erfolgserlebnis her – gegen die Graz99ers steht aber in vier EBEL-Vergleichen erst ein Sieg zu Buche. Foto: gepa

Nächstes Eishockey-Doppel für den Dornbirner EC – heute wartet Graz, morgen Znojmo.

eishockey. (VN-ko) Das Programm in der Erste Bank Eishockey Liga setzt dem Dornbirner EC die Gegner Nummer vier und fünf innerhalb von zehn Tagen vor. Heute tanzen die Graz99ers in der Messe-Eishalle an, morgen dann Znojmo. Für Trainer Dave MacQueen fallen beide Gegner in die Kategorie „machbar“: „Die Spiele bisher haben gezeigt: In dieser Liga kann jeder jeden schlagen.“ Ein wenig Sorge macht dem Coach der dichtgedrängte Spielplan. „Ich hoffe, meine Burschen konnten ihren Energiespeicher wieder etwas aufladen.“ Auch kleine Wehwehchen könnten eine Rolle spielen: „Es sind einige angeschlagen, aber bis auf Robert Lembacher werden alle spielen können.“ Der Verteidiger muss gegen seine Ex-Kollegen pausieren: Wegen eines doppelten Kieferbruchs steht ein operativer Eingriff bevor. Gegner Graz? „Da hat es Spieler mit NHL-Erfahrung“, sieht MacQueen viel Qualität im Kader. Wie Alexandre Picard: Der Verteidiger kann auf 253 NHL-Spiele verweisen, erzielte dabei 19 Tore und 50 Assists. Oder Ex-NHL-Goalie Dany Sabourin: Der Kanadier steht mit einer Fangquote von über 92 Prozent da. „Und Graz ist ein schnelles Team“, weiß MacQueen. „Trotz der 0:5-Niederlage haben sie Salzburg damit in Schwierigkeiten gebracht.“

Die Ideen fehlten

Beiden Teams fehlte es zuletzt an zündenden Ideen, wie der Puck im gegnerischen Gehäuse unterzubringen ist. Die Bulldogs brauchen mehr Gier vor dem Tor, sie trafen gegen Bozen nur ein Mal. Der Grazer Tor-Geiz mündete in Salzburg gar in eine Nullnummer. „Das Toreschießen ist unser größtes Manko“, gibt Ex-Dornbirn-Stürmer Manuel Ganahl, mit drei Toren und drei Vorlagen hinter Olivier Latendresse zweitbester Stürmer, zu. Neun Treffer weniger als Dornbirn haben die 99ers auf dem Konto – dafür erarbeiteten sich die in der Tabelle siebtplatzierten Steirer einen Punkt mehr als der auf Rang neun klassierte Gastgeber.

Graz präsentiert sich ein wenig als Wundertüte. „Es fehlt uns die Konstanz“, kennt Ganahl das Problem. „Da gelingt uns ein Superspiel gegen Wien und dann geht gegen Salzburg gar nichts.“ Neben dem Montafoner kommt mit Daniel Woger heute ein zweiter Ex-Dornbirn-Crack zurück auf heimisches Eis. ##Heimo Kofler##

Graz hat viel NHL-Erfahrung und ist ein sehr schnelles Team.

dave macqueen

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