Turbo-Ära gefährdet Vettels Dominanz

Sport / 10.10.2013 • 22:11 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der neue Turbo-Motor fordert Designer Adrian Newey. Foto: gepa
Der neue Turbo-Motor fordert Designer Adrian Newey. Foto: gepa

Die neuen Motoren bereiten Red-Bull-Designer Adrian Newey Sorgen.

formel 1. Die neue Turbo-Ära der Formel 1 wirft ihre Schatten voraus. Sie bereitet den Motorenherstellern Sorgen, zudem könnte sie Sebastian Vettel im kommenden Jahr seine Dominanz kosten. Das räumte Red Bulls Star-Designer Adrian Newey vor dem Großen Preis von Japan (Sonntag, 8 Uhr, ein, bei dem Vettel seinen vierten WM-Triumph in Folge bereits perfekt machen kann.

Die Aerodynamik-Konzepte von Newey waren in den vergangenen Jahren die Trumpfkarte Vettels, doch der Einfluss könnte 2014 sinken. „Es besteht sehr wohl die Gefahr, dass die neue Saison vom Motor dominiert wird“, sagte der 54-jährige Newey im Gespräch mit „Auto Bild Motorsport“ auf die Frage, ob er noch den Unterschied ausmachen könne: „Insbesondere zu Beginn, wenn einer der drei Hersteller einen besseren Job machen sollte als die anderen beiden.“

Motoren geben Rätsel auf

Schuld ist das neue Reglement, das die große Bedeutung der Aerodynamik verringern wird – diese war stets der Schlüssel zu den Red-Bull-Erfolgen. Zudem wird Mercedes durch die Entwicklung der neuen Turbomotoren ein deutlicher Sprung zugetraut, auch Ferrari hofft auf Vorteile gegenüber Red-Bull-Ausrüster Renault.

Sorgen macht offenbar allen Herstellern noch die Zuverlässigkeit, „weil der Antrieb komplizierter wird als je zuvor“, wie Newey sagt. Renault-Botschafter Alain Prost geht sogar noch weiter: „Wir haben drei Motorenbauer, und keiner davon ist richtig optimistisch“, sagte der viermalige Weltmeister: „Die Standfestigkeit ist die größte Herausforderung, da muss man ehrlich sein.“ Im kommenden Jahr werden die V8-Motoren, die seit 2006 im Einsatz sind, durch 1,6-Liter- V6-Turbomotoren ersetzt.

Die Entwicklung der neuen Boliden ist bei allen Teams streng geheim. Fest steht indes, dass die Autos nicht sonderlich schön werden dürften. „Der neue Red Bull wird hässlich. Leider“, sagte Newey, der aktuell bereits „vier von fünf Tagen in der Woche am neuen Auto“ arbeitet.

Der neue Red Bull wird hässlich. Leider.

adrian newey

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