Formel 1 trauert um de Villota

Sport / 11.10.2013 • 21:10 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Verstarb in einem Hotelzimmer in Sevilla: María de Villota. Foto: ap
Verstarb in einem Hotelzimmer in Sevilla: María de Villota. Foto: ap

Die ehemalige Testpilotin starb im Alter von 33 Jahren in einem Hotel in Sevilla.

formel 1. Die ehemalige Formel-1-Testfahrerin María de Villota ist tot, ihr Lächeln wird allen ewig in Erinnerung bleiben. „Liebe Freunde, María ist von uns gegangen. Sie musste wie alle Engel in den Himmel. Wir danken Gott für die zusätzlichen eineinhalb Jahre, die er sie bei uns gelassen hat“, schrieb ihre Familie auf der Facebook-Seite der Rennfahrerin. Im Juli vergangenen Jahres hatte María de Villota traurige Berühmtheit durch einen schweren Unfall auf einem Flugfeld in England erlangt, gestern wurde sie tot in einem Hotel in Sevilla aufgefunden. Mariá de Villota wurde 33 Jahre alt.

Tragischer Tag für Alonso

„Ich habe es gerade eben erfahren, gleich nachdem ich den Helm abgesetzt hatte. Ich bin sprachlos. Ich bete für sie und für ihre Familie. María wurde von allen geliebt“, sagte ihr Landsmann Fernando Alonso am Freitag nach dem Formel-1-Training in Japan. „Heute ist ein tragischer Tag für den Motorsport“, betonte der Präsident des Automobil-Weltverbandes, Jean Todt.

Der ärztliche Notdienst in Sevilla war nach sieben Uhr gerufen worden, konnte die Tochter der spanischen Rennfahrerlegende Emilio de Villota aber nicht mehr wiederbeleben. Laut Polizei gab es weder Anzeichen für Drogen oder Gewalteinwirkung. „Es waren absolut natürliche Ursachen“, sagte ein Sprecher des Gerichtsmedizinischen Institutes in Sevilla der Agentur efe nach der Autopsie.

„Das ist ein schrecklicher Schlag für unsere Familie. Sie war ein Mensch, der sehr viel Optimismus und Lebensfreude verbreitet hat“, sagte ihr Cousin Javier Pérez dem Fernsehsender TVE und mutmaßte, dass ihr Tod wohl mit dem Unfall von 2012 und den vielen Operationen zu tun habe. María de Villota war am 3. Juli 2012 bei einem Formel-1-Test schwer verunglückt. Sie war auf dem Flugfeld in Duxford mit ihrem Marussia-Rennwagen in die Ladeklappe eines Teamtransporters gerast und hatte sich Schädel- und Gesichtsverletzungen zugezogen. Ihr Zustand war kritisch. Ihr rechtes Auge konnten die Ärzte nicht mehr retten. Sie trug seitdem eine Augenklappe.

Glock trauert

Von ihrem Ex-Rennstall Marussia über das Weltmeister-Team Red Bull bis zur Werksmannschaft Mercedes – allen ging der Tod der Pilotin nahe. Im Mai war sie als Gast beim Großen Preis von Spanien gewesen. „Angesichts ihres Todes bin ich unendlich traurig“, schrieb DTM-Pilot und ihr Ex-Teamkollege Timo Glock.

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