Zu wenig auf dem Konto

Sport / 13.10.2013 • 22:13 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Luciano Aquino, im Bild gegen Znojmos Peter Pucher, trat gegen die Tschechen zwei Mal als Vorbereiter in Erscheinung. Foto: gepa
Luciano Aquino, im Bild gegen Znojmos Peter Pucher, trat gegen die Tschechen zwei Mal als Vorbereiter in Erscheinung. Foto: gepa

Drei Mal einen Rückstand aufgeholt, aber Dornbirn verlor gegen Znojmo mit 3:4.

eishockey. Nur 70 Sekunden fehlten Dornbirn auf den ersten Punkt in der Erste Bank Liga gegen Znojmo. Stürmer Peter Pucher stellte mit seinem Treffer knapp vor Spiel­ende auf 4:3 und brachte die Mannschaft von Coach Dave MacQueen um die Früchte ihrer Arbeit. Die tschechische Eishockeykost – eine ausgeprägte Stocktechnik und hohe Spieldisziplin – schmeckte den Bulldogs schon im Vorjahr nicht (sechs Niederlagen in sechs Spielen). Nach zwölf Meisterschaftsspielen liegen die Vorarlberger damit auf Tabellenplatz neun.

Eine bittere Niederlage

Dabei waren die Gastgeber drauf und dran, diese Serie im ersten Aufeinandertreffen in der neuen Saison zu beenden. Drei Mal glich man einen Rückstand aus, für das vierte Mal sollte es dann nicht mehr reichen. „Wir haben uns wieder einmal die Butter vom Brot nehmen lassen“, reagierte Dornbirn Kapitän Patrick Jarrett stocksauer. „Das ist bitter, aber wir müssen das Spiel abhaken und uns auf die nächsten Matches konzentrieren.“ Erneut blieben eine gute Leistung und ein aufopfernder Kampf unbelohnt. Verteidiger Alex Plante absolvierte, nachdem er im ersten Drittel den Puck ins Gesicht bekommen hatte, mit drei Nähten am Kinn den Rest der Partie.

In der Fremde läuft es besser

Die Niederlage gegen die Tschechen war das sechste Nullpunktespiel der Messestädter in der laufenden Saison. Dem gegenüber stehen sechs Siege, drei davon fuhr der DEC auswärts ein. „Auf eigenem Eis zeigen wir zwar sehr gutes Hockey, doch es scheint, dass wir uns aktuell in der Fremde beim Tore­schießen leichter tun“, meinte Trainer Dave MacQueen. „Bis auf Salzburg haben wir gegen alle Teams gespielt und gezeigt, dass wir gegen alle mithalten könnten. Zwölf Punkte stehen auf dem Konto, wir sind mittendrin im Kampf, doch der eine oder andere Zähler mehr wäre sicher noch drin gewesen“, bemängelte MacQueen vor allem die mangelnde Chancenauswertung. Aus wenigen Möglichkeiten viel Zählbares zu machen war in der letzten Saison eine der Stärken im Dornbirn-Spiel, momentan ist es das ein große Manko.

Aquino weiß, wo das Tor steht

Mit zwölf Vorlagen und acht Treffern ist Luciano Aquino der gefährlichste Mann vor dem gegnerischen Gehäuse. Allein in den beiden letzten Heimpartien gegen Graz und Znojmo brachte es der Italo-Kanadier auf drei Treffer und zwei Assists. Brendan Brooks, der aktuell bei fünf Toren und acht Vorlagen hält, versucht die Lücke des nach Linz abgewanderten Andrew Kozek zu schließen. Noch fehlt es dem Neo-Bulldogs-Angreifer aber an der notwendigen Kon­stanz. Brav ist die Überzahlquote von knapp 23 Prozent – das bedeutet aber auch, dass das Spiel fünf gegen fünf verbesserungswürdig ist. Die Fangquote von Torhüter Adam Dennis reicht im EBEL-Goalie-Ranking nur für das hintere Drittel, der ItaloKanadier zeigte allerdings in den letzten drei Heimspielen aufsteigende Form.

Der Mannschaft fehlt es noch an der Konstanz. Außerdem hat das Team einiges an Pech. Die Spiele gegen Bozen und Znojmo hätte man nicht verlieren müssen.   Klaus-Peter Lechleitner, Dornbirn
Der Mannschaft fehlt es noch an der Konstanz. Außerdem hat das Team einiges an Pech. Die Spiele gegen Bozen und Znojmo hätte man nicht verlieren müssen.
Klaus-Peter Lechleitner, Dornbirn
Dornbirn hat ein starke Mannschaft und einen Trainer, der sein Handwerk versteht. Ich finde nur schade, dass nicht mehr Fans ins Stadion kommen. Das gebotene Eishockey ist wirklich gut.   Benjamin Freuis, Bregenz
Dornbirn hat ein starke Mannschaft und einen Trainer, der sein Handwerk versteht. Ich finde nur schade, dass nicht mehr Fans ins Stadion kommen. Das gebotene Eishockey ist wirklich gut.
Benjamin Freuis, Bregenz
Das Dornbirner Team hat sicher gute Chancen auf den Einzug ins Play-off. Ich würde es gut finden, wenn die jungen Spieler in der Mannschaft mehr Eiszeit bekommen würden.   Karsten Kmetic, Donbirn
Das Dornbirner Team hat sicher gute Chancen auf den Einzug ins Play-off. Ich würde es gut finden, wenn die jungen Spieler in der Mannschaft mehr Eiszeit bekommen würden.
Karsten Kmetic, Donbirn
Ich bin zum ersten Mal in Dornbirn. Mir gefällt das körperbetonte und schnelle Spiel. Normalerweise schaue ich mir DEL-Spiele an. Aber Österreichs Eishockey ist wirklich gut.   Beate Trieloff, Leutkirch
Ich bin zum ersten Mal in Dornbirn. Mir gefällt das körperbetonte und schnelle Spiel. Normalerweise schaue ich mir DEL-Spiele an. Aber Österreichs Eishockey ist wirklich gut.
Beate Trieloff, Leutkirch

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