Hülkenberg hat die Qual der Wahl

Sport / 15.10.2013 • 21:51 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Nico Hülkenberg steht nach guten Leistungen mit dem Sauber-Team bei einigen Formel-1-Teams auf der Wunschliste. Foto: gepa
Nico Hülkenberg steht nach guten Leistungen mit dem Sauber-Team bei einigen Formel-1-Teams auf der Wunschliste. Foto: gepa

In der Formel 1 sind noch viele Cockpits für 2014 offen. Lotus ist ein gefragter Arbeitgeber.

formel 1. Vier Rennen vor Saisonschluss geht es auf dem Fahrermarkt der Formel 1 rund. Mehr als die Hälfte der 22 Cockpits für die neue Saison sind noch nicht vergeben. Vor allem bei Lotus, Sauber und Force India stapeln sich die Bewerbungen der vertragslosen Piloten. Im Gerangel um die freien Plätze spielt aber oft nicht das Talent, sondern die Mitgift die entscheidende Rolle.

Ein prall gefülltes Sponsorenpaket bringt beispielsweise Felipe Massa mit. Bei Ferrari wurde der 32-Jährige nach acht Jahren ausgemustert. Er könnte nun seinen Nachfolger bei der „Scuderia“, den Finnen Kimi Räikkönen, im Lotus-Team beerben. Dort – aber auch bei einigen anderen Teams – soll auch der Deutsche Nico Hülkenberg hoch im Kurs stehen. Der Deutsche ist im Moment so etwas wie die Königsfigur auf dem Fahrermarkt. Der Sushi-Liebhaber gilt als hochtalentiert, wird überall gelobt für seine Steuerkünste – doch er bringt kein Geld von Sponsoren mit zu einem Rennstall. Deswegen könnte der Pilot nächste Saison auch mit leeren Händen dastehen – in der Formel 1 zählt der Kontostand von Geldgebern mittlerweile oft mehr als das Talent eines Fahrers.

Red Bull Racing: Sebastian Vettel bekommt nach dem Abgang von Mark Webber mit dem Toro-Rosso-Piloten Daniel Ricciardo einen neuen Teamkollegen.

Mercedes: Lewis Hamilton und Nico Rosberg steuern auch in der kommenden Saison die beiden Silberpfeile.

Ferrari: Kimi Räikkönen kehrt zu den Roten nach Maranello zurück und bildet mit Fernando Alonso wohl das stärkste Fahrerduo im Zirkus.

Lotus: Für Romain Grosjean wird ein Teamkollege gesucht. Hülkenberg hat die besten Karten, Felipe Massa und Pastor Maldonado haben den Vorteil, dass sie eine Mitgift einbringen können.

McLaren: Jenson Button hat den Vertrag verlängert. Sergio Perez hat weder die Erwartungen erfüllt noch fließen die mexikanischen Sponsor-Millionen.

Toro Rosso: Felix da Costa sollte das Rennen um den freien Platz neben Jean-Eric Vergne machen.

Williams: Pastor Maldonado hat bei Williams einen laufenden Vertrag, will aber
mit seinen Öl-Sponsor-Millionen ein schnelleres Auto. Valtteri Bottas hat seinen Platz sicher.

Sauber: Der neue Partner
des jungen Russen Sergej ­Sirotkin wird noch gesucht. Felipe Massa soll ein Kandidat sein.

Force India: Adrian Sutil und Paul di Resta können sich eines weiteren Engagements bei Force India nicht sicher sein – und schauen sich auch anderweitig um. McLaren forciert Juniorfahrer Kevin Magnussen – der Getriebe- und Hydraulik-Lieferant hat noch offene Forderungen an Force India.

Caterham: Die Bezahlpiloten Charles Pic und Giedo van der Garde haben sich nicht bezahlt gemacht. Auf der Suche nach einem erfahrenen Piloten steht Heikki Kovalainen auf der Liste.

Marussia: Jules Bianchi ist bestätigt. Weil Max Chilton Geld mitbringt, hat er gute Chancen. Aber auch Kevin Magnussen ist im Gespräch.

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