„Den Traum von der WM erfüllt“

Sport / 16.10.2013 • 20:13 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Der Kennelbacher Lucas Bundschuh trifft mit dem U-17-Nationalteam Österreichs bei der WM-Endrunde u. a. auf Argentinien. Foto: ÖFB
Der Kennelbacher Lucas Bundschuh trifft mit dem U-17-Nationalteam Österreichs bei der WM-Endrunde u. a. auf Argentinien. Foto: ÖFB

Kennelbacher Lucas Bundschuh als einziger Ländle-Kicker bei der Unter-17-WM dabei.

fussball. Von Vorarlberg in die Vereinigten Arabischen Emirate zur WM-Endrunde der unter 17-Jährigen. Damit erfüllte sich der gebürtige Kennelbacher Lucas Bundschuh (17) bereits in jungen Jahren einen Traum. Der Tormann, im Nachwuchs des deutschen Bundesligisten SC Freiburg engagiert, wurde von U-17-Nationaltrainer Hermann Stadler einberufen, um sich bei der WM mit den besten Jugendteams der Welt zu messen. Dort treffen die Jungstars in der Vorrunde in der Gruppe E auf Kanada, den Iran und den Titelfavoriten Argentinien. Bundschuh „brennt“ schon förmlich auf die Spiele im Wüstenstaat: „Wir alle fiebern dem ersten Match gegen Kanada entgegen und können es kaum mehr erwarten, dass es endlich losgeht.“

Wobei „fiebern“ das richtige Wort ist. Denn in den Vereinigten Arabischen Emiraten herrschen Temperaturen jenseits der 40-Grad-Marke. „Die Hitze war natürlich zu Beginn unserer Vorbereitung schon sehr ungewohnt, doch wir haben uns alle recht schnell akklimatisiert. Die Wüste selbst finde ich wirklich faszinierend. Auch Dubai selbst ist echt cool, aber es schaut hier alles überdimensional groß aus“, beschreibt der Tormann seine ersten Eindrücke aus dem Wüstenstaat.

Einberufung als Belohnung

Dass der 17-Jährige überhaupt von Teamchef Hermann Stadler für die WM nominiert wurde, verdankt der Kennelbacher seinen guten Leistungen im letzten halben Jahr bei seinem Klub SC Freiburg. Denn bei der EM-Endrunde der U 17 war er nicht dabei. Umso größer war die Freude, als der Anruf vom Teamchef kam. „Ich empfand eine riesige Freude, als mich Herr Stadler anrief und mir mitteilte, für das Team nominiert zu sein. Das war eine Belohnung für die harte Arbeit in Freiburg. Es ist eine große Ehre, für mein Land zu spielen, und bei einer WM-Endrunde dabei sein zu dürfen, ist ja sowieso etwas ganz Besonderes“, so Bundschuh. Auf Einsätze in der Startformation muss der Schüler aber noch warten. Alexander Schlager vom FC Liefering gilt als gesetzt. Kein Vorwand für Bundschuh, traurig zu sein: „Unsere Mannschaft ist ein eingeschworener Haufen. Wir halten zusammen, und da muss ich eben jetzt auf der Bank Platz nehmen. Aber wenn mein Team mich braucht, dann werde ich bereit sein und alles geben“, so Bundschuh. Als Ziel hat die Mannschaft das Achtelfinale ausgegeben. „Danach ist alles möglich“, so Bundschuh.

Eigentlich wäre ein zweiter Vorarlberger von Teamchef Stadler fix „gebucht“ gewesen. Doch AKA-Spieler Raphael Mathis (17) musste aufgrund einer Muskelverletzung (Faserriss) kurzfristig für die Endrunde absagen. Bei der U-17-EM-Endrunde stand der defensive Mittelfeldspieler noch im ÖFB-Aufgebot und war beim 2:1-Sieg über die Schweiz in der 62. Minute eingewechselt worden.

Wir haben eine starke Mannschaft. Unser Ziel ist das Achtel­finale, danach ist alles möglich.

Lucas Bundschuh

Die Werte der Spieler sind gut, wir haben uns gut akklimatisiert.

Hermann Stadler
Zwei Vorarlberger bei der WM: Lucas Bundschuh (l.) mit VFV-Präsident Horst Lumper und ÖFB-Teamchef Hermann Stadler (r.).  Foto: ÖFB
Zwei Vorarlberger bei der WM: Lucas Bundschuh (l.) mit VFV-Präsident Horst Lumper und ÖFB-Teamchef Hermann Stadler (r.). Foto: ÖFB

U-17-WM/Vereinigte Arabische Emirate

Internet: www.fifa.com

Zeitraum: 17. Oktober – 8. November

Spielorte: Abu Dhabi, Ras Al-Khaimah, Sharjah, Fujairah, Dubai, Al Ain City

ÖFB-Kader:

Tor (3): Lucas Bundschuh (Freiburg), Alexan­der Schlager (Salzburg), Marcel Hartl (Ried)

Abwehr (7): Dominik Baumgartner (Horn), David Domej (Rapid), Petar Gluhakovic (Austria), Manuel Haas (Salzburg), Michael Lercher (Werder Bremen), Stefan Peric (Salzburg), Marcel Probst (Salzburg)

Mittelfeld (5): Edin Bahtic (Kapfenberg), Michael Endlicher (Austria), Sascha Horvath (Austria), Valentino Lazaro (Salzburg), Lukas Tursch (FAL Linz)

Angriff (6): Adrian Grbic (Stuttgart), Marko Kvasina (Austria), Luca Mayr (Ried), Tobias Pellegrini (FAL Linz), Daniel Ripic (Salzburg), Nikola Zivotic (Austria)

Gruppe E

Argentinien, Österreich, Kanada, Iran

Österreich – Kanada Samstag

Dubai, 15 Uhr (MESZ)

Österreich – Argentinien 22. Oktober

Dubai, 18 Uhr (MESZ)

Österreich – Iran 25. Oktober

Al Ain City, 18 Uhr MESZ)

Weitere Termine:

Achtelfinale 28./29. Oktober 2013

Viertelfinale 1./2. November 2013

Halbfinale 5. November 2013

Finale 8. November 2013

Modus: Die besten beiden Teams der sechs Gruppen qualifizieren sich wie die vier besten Drittplatzierten aller Pools für das Achtelfinale. Bei Punktegleichheit zählt das Torverhältnis vor dem direkten Duell. In der K.-o.-Phase gibt es bei Unentschieden nach 90 Minuten keine Verlängerung, sondern gleich ein Elfmeterschießen.

Österreichs Weg zur U-17-WM

Erste EM-Qualifikationsrunde

Österreich – Färöer 6:0 (2:0)

Tore: Pellegrini (2), Grbic (2), Lazaro, Zivotic

Österreich – Schweiz 1:1(0:1)

Tor: Grbic

Österreich –Zypern 0:0

Eliterunde

Österreich – Serbien 1:0 (0:0)

Tor: Pellegrini

Österreich – Georgien 2:1 (2:1)

Tore: Zivotic, Grbic

Irland – Österreich 1:0 (1:0)

U-17-EM-Endrunde

Österreich – Schweden 1:1 (0:0)

Tor: Zivotic

Österreich – Schweiz 2:1 (2:0)

Tore: Baumgartner, Ripic

Slowakei – Österreich 1:0 (0:0)

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