Der Fahrstil bekommt Feinschliff

Sport / 16.10.2013 • 21:15 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Marcel Mathis freut sich auf Sölden: „Schnell Ski fahren und die beste Leistung abrufen.“ Foto: gepa
Marcel Mathis freut sich auf Sölden: „Schnell Ski fahren und die beste Leistung abrufen.“ Foto: gepa

Ski-Ass Marcel Mathis feilt vor dem Saison-start an der Innenskitechnik.

ski alpin. Der Countdown für den Auftakt in den Ski-Weltcup in Sölden läuft. In zehn Tagen geht für die Herren der Weltcup mit dem ersten Saison-Riesentorlauf über die Bühne. Zum zweiten Mal nach 2012 ist der Hohenemser auf dem Rettenbachferner Fixstarter im Riesentorlaufteam von ÖSV-Herrenchef Mathias Berthold.

Platz zwölf gab es im vergangenen Jahr beim Start in den Skiwinter, sieben Mal fuhr Mathis anschließend in die Punkteränge. Nur auf der Weltcupstation in Adelboden gelang dem 21-Jährigen die Qualifikation für das Finale nicht. Am Ende der Saison stand Rang fünfzehn: „Ich habe mich mit Glück in den Top 15 halten können“, gibt er zu. Damit wird Mathis beim Auftakt eine Startnummer zwischen 8 und 15 zugeteilt bekommen.

An Details gefeilt

Im Gegensatz zur vergangenen Saison, als die Material­revolution die Riesentorläufer beschäftigte, ging es im Vorfeld des Olympiawinters ruhig ab. „Bei Ski und Schuh hat sich heuer nicht sehr viel verändert“, sagt der Head-Fahrer. „Da ging es um Feinabstimmungen.“ Daher konnte man an technischen Details feilen: „Ich muss versuchen, konstanter auf dem Innenski zu fahren“, war eine Anpassung, an der im Training gearbeitet wurde. „Wenn man technisch nur eine Kleinigkeit ändert, hat das nicht selten große Auswirkungen auf den Fahrstil.“

Zwischen 30 und 40 Schneetage sind es bereits, die Mathis vorweisen kann. „Im Großen und Ganzen hatten wir ideale Bedingungen“, blickt Mathis, noch bis 31. Dezember Grundwehrdiener beim Bundesheer, zurück. Dreieinhalb Wochen Argentinien und zuletzt Skitage auf den Gletschern im Pitz- und im Mölltal konnten die ÖSV-Riesentorläufer voll auskosten. „Auch körperlich ist etwas vorwärtsgegangen“, fühlt sich Mathis nach einem intensiven Sommerprogramm für den Winter bereit.

Tag für Tag schnell fahren

Die Ziele für die neue Skisaison hat Mathis allgemein gehalten. „Schnell Ski fahren. Ich will meine beste Leistung abrufen und dabei Spaß haben.“ Und die Olympischen Spiele in Sotschi? „Ich konzentriere mich vorerst auf die Leistungen von Tag zu Tag. Nur wenn die stimmen, kann es mit der Olympia-Teilnahme etwas werden.“

In der Qualifikation für Sölden sind am Samstag mit Bernhard Graf und Johannes Strolz zwei weitere Vorarlberger dabei. Die beiden müssen sich im Kampf um drei offene Plätze gegen Matthias Mayer, Vincent Kriechmayr, Roland Leitinger und Manuel Feller durchsetzen.

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