Die Spionagereise soll sich auszahlen

Sport / 17.10.2013 • 20:58 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Dornbirn Lions wurden im Denim Store mit Tom-Tailor-Klamotten neu eingekleidet. Foto: Verein
Die Dornbirn Lions wurden im Denim Store mit Tom-Tailor-Klamotten neu eingekleidet. Foto: Verein

Dornbirn Lions empfangen morgen die Timberwolves mit Neuzugang Aleksandar Djuric.

Basketball. (VN-jd) Mit dem 100:66-Erfolg gegen KOS Klagenfurt haben die Raiffeisen Dornbirn Lions vor zwei Wochen bei der Saison-Heim­premiere ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Im Gegensatz zu seinen Spielern war Diego Fernandez letztes Wochenende, an dem die Lions spielfrei waren, im Einsatz. Der Dornbirn-Coach reiste nach Wien, um in der Partie Timberwolves gegen Salzburg die nächsten beiden Gegner der Lions zu studieren. Details über Stärken und Schwächen wollte Fernandez nicht preisgeben und meinte: „Optimal wäre es, wenn wir uns damit einen Vorteil verschaffen konnten und wir gegen sie zwei Punkte holen.“

Einen ersten Eindruck, ob sich die Spionagereise gelohnt hat, soll es morgen geben. Da gastieren die Wölfe ab 18.30 Uhr in der Messe-Ballsporthalle.

Toptransfer der „Wölfe“

Die Wiener sorgten in den letzten Tagen für Aufsehen in der Szene. Mit Aleksandar „Aco“ Djuric haben die Wölfe einen Topspieler verpflichtet. Der 2,10 m große gebürtige Bregenzer mit serbischen Wurzeln stand bereits mit 17 Jahren in der Starting Five von Kapfenberg. 2001 wurde er 18-jährig zum „Rookie of the Year“ gewählt, ein Jahr später erzielte er durchschnittlich 17,2 Zähler pro Bundesliga-Spiel und galt als eines der größten Talente Europas. Nach drei Meistertiteln in Folge meldete sich „Aco“ 2003 beim NBA-Draft an und wechselte im selben Jahr zum serbischen Topverein Roter Stern Belgrad. Nach einer erfolgreichen Saison zog es Djuric zum deutschen Spitzenklub Bonn, weitere Stationen waren Teams in Griechenland, der Ukraine und in Zypern.

Nach einjähriger Pause kehrte der Center 2010 in die Austrian Basket League (ABL) zurück und stellte im Dress der Güssing Knights mit 15,3 bzw. 17,2 Punkten pro Partie seine Klasse eindrucksvoll unter Beweis. In der letzten Saison absolvierte Djuric aber wegen Achillessehnen-Problemen nur zwei Partien für die Burgenländer. Im Sommer wollte der 31-Jährige zu Fürstenfeld wechseln, ehe der Deal kurz vor dem Saisonstart platzte. Djuric: „Wien ist mein Lebensmittelpunkt. Die Arbeit bei den Timberwolves macht mir großen Spaß. Ich will den jungen Spielern helfen sich zu entwickeln, mich in das Team einfügen und einfach Freude am Basketball haben.“ Lions-Sportchef Markus Mittelberger: „Ich habe die Karriere von Aco immer verfolgt und ziehe den Hut vor seinem Werdegang. Ich wünsche ihm alles Gute und uns einen
Sieg gegen die Wölfe.“

Timberwolves-Neuzugang Aleksandar „Aco“ Djuric. Foto: Gepa
Timberwolves-Neuzugang Aleksandar „Aco“ Djuric. Foto: Gepa

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