Schanzen haben „Flügel“ bekommen

Sport / 18.10.2013 • 20:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Baum steht, das Schanzenzentrum in Tschagguns feierte sein Richtfest. Foto: oliver lerch
Der Baum steht, das Schanzenzentrum in Tschagguns feierte sein Richtfest. Foto: oliver lerch

Sprunganlage des Nordic Zentrums in Tschagguns verdiente sich bei der Firstfeier viel Lob.

ski nordisch. (VN-ko) Im März war Spatenstich, sieben Monate später ziehen sich in der riesigen Baugrube im Zelfen-Gebiet vier Schanzenbänder zu Tale. „Ich bin schwer beeindruckt, was da entstanden ist“, freute sich Ernst Vettori, Direktor für den Bereich Sprunglauf und Nordische Kombination im Österreichischen Skiverband, bei der Firstfeier des Nordic Zentrums in Tschagguns. Die vier Sprungbakken in allen Größen würden eine breite Palette an Veranstaltungen zulassen: „Von internationalen Wettkämpfen für Damen, den Continentalcup bis hin zu ÖSV-Nachwuchsmeisterschaften oder eben regionalen Wettkämpfen kann alles abgedeckt werden. Das zeichnet die Anlage aus – und das sucht in Österreich seinesgleichen“, lobt Vettori.

Projekt für die Jugend

„Das werden tolle Schanzen für unsere Jugend“, ist Sportlandesrätin Bernadette Mennel überzeugt. Das neue Sportzentrum setze für den Sprunglauf in Vorarlberg neue Maßstäbe: „Der Schwerpunkt liegt im Trainingsbereich. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit dem Projekt eine weithin beachtete Anlage bekommen.“ Erste Anfragen für Trainingslager aus dem In- und Ausland würden bereits vorliegen. Mennel ergänzt: „Ich bin mir sicher, dass Vorarlberg künftig wieder international erfolgreiche Skispringer bekommen wird.“ Mit dem Nordic Konzept und den Winter-Jugendspielen 2015 würden darüber hinaus spannende organisatorische Aufgaben warten.

Für Hochbau-Landesrat Harald Sonderegger wurde mit der Realisierung der Schanzen ein bedeutender Schritt für das Nordic Konzept gesetzt. „Mit Strahlkraft weit über die Landesgrenzen hinaus.“ Als besonders gelungen betrachtet Sonderegger die ruhige Einbettung der Schanzen in das vorhandenen Gelände.

VSV-Ehrenpräsident und Ex-Skispringer Arnold Giesinger, bereits 1993 Impulsgeber für dieses Projekt, schwelgte beim Richtfest in Erinnerungen: „In den 50er-Jahren zog sich die alte Zelfenschanze mehr in Richtung der Siedlung hinaus.“ Schon damals wurden Weiten von fast 90 Metern erreicht.

Elmar Egg, Geschäftsführer der Nordic-Gesellschaft, und Bauleiter Heinz Fleisch freuten sich über den zügigen Fortschritt auf der Baustelle. Diese Woche wurde mit der Montage der Matten auf den Schanzen begonnen, auch die Holzkonstruktion des Sprungrichterturms ist in Arbeit. Bis Ende November soll die Anlaufspur verlegt sein. Das Ende der Bauarbeiten ist mit April terminisiert, die Eröffnung für den Juni.

Neue Sponsoren

Das Montafon Nordic Zentrum hat übrigens nicht nur vom Zeitplan her „Flügel“ bekommen, sondern auch von neuen Mitsponsoren: Red Bull beteiligt sich ebenso wie Rauch und Doppelmayr an den laufenden Betriebskosten.

Firstfeier: Elmar Egg, Bernadette Mennel, Ernst Vettori. Foto: lerch
Firstfeier: Elmar Egg, Bernadette Mennel, Ernst Vettori. Foto: lerch

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