Austrias „Vorspiel“ als besonderer Leckerbissen

Sport / 24.10.2013 • 19:20 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Volle Konzen­tration bei Dominik Pürcher (oben) vor dem Duell mit dem Exklub. Jailson (r.) als Spaßvogel.

Volle Konzen­tration bei Dominik Pürcher (oben) vor dem Duell mit dem Exklub. Jailson (r.) als Spaßvogel.

Gegen Kapfenberg stehen heute (18.30 Uhr) die Serie und der Verfolgerplatz auf dem Spiel.

Fussball. Selbst für einen waschechten Steirer kommt der aktuelle Lauf von Kapfenberg ein wenig überraschend. Und Austrias Dominik Pürcher weiß sehr gut, wovon er spricht, spielte er doch in der Vorsaison für den Klub aus der Obersteiermark. Klar, dass der gebürtige Schladminger dem heutigen (18.30 Uhr) Verfolgerduell mit besonderer Spannung entgegensieht. Nicht nur das, wartet doch am Mittwoch im Cup mit Sturm sein eigentlicher „Stammverein“.

Und wie lässt sich aus seiner Sicht ein Vergleich der beiden Mannschaften ziehen? „Gar nicht“, lautet die knappe Antwort des 25-jährigen Verteidigers. Mit der Vergangenheit beschäftigt sich der Linksfuß nicht so gerne, viel lieber blickt er in die Zukunft. Und diesbezüglich nennt er seine Entscheidung, nach Lustenau zu wechseln, eine „wirklich“ gute. „Das Gefüge in der Mannschaft ist einfach super. Damit meine ich, wie ich aufgenommen wurde, wie der Zusammenhalt und die Harmonie unter uns Spieler ist.“ Während er so immer mehr ins Schwärmen kommt, kann er sich dann doch nicht mehr ganz einem Vergleich entziehen. „Ich glaube, das spielerische Potenzial hier in Lustenau ist größer“, sagt er. Dabei wird so richtig spürbar, wie sehr er es genießt, endlich wieder Teil der Mannschaft zu sein. Denn das Jahr 2013 hatte es in Sachen Verletzungen nicht so gut gemeint mit Pürcher. Da war im Frühjahr der Schlüsselbeinbruch, der ihn die letzten neun Spiele verpassen ließ. Als er sich dann in Lustenau eingelebt hatte, kam ihm eine schwere Kieferverletzung dazwischen. Als „Maskenmann“ hat er sich zurückgekämpft und dabei auch schon Flexibilität bewiesen. Eine Sache, die vor allem Trainer Helgi Kolvidsson von seinen Spielern einfordert. So stellte er auch schon zentral im defensiven Mittelfeld seinen Mann.

Für den Klub beginnt mit dem heutigen Spiel der Monat der „Toppartien“ mit dem Cupspiel und dem Ländle-Derby als Höhepunkte. Daran verschwenden aber weder Pürcher noch Kolvidsson derzeit einen Gedanken. „Wir schauen von Spiel zu Spiel“, hat der Steirer die Mentalität seines isländischen Fußball-Lehrers bereits verinnerlicht. Kolvidsson spricht im Vorfeld des Cupspiels von einer „Bonusrunde“

und betont die Wichtigkeit der Begegnung gegen Kapfenberg. Ein Blick auf die Zahlen verdeutlicht dies anschaulich: Für beide Teams geht es um die Verfolgerposition hinter Tabellenführer Altach, zudem gilt es die Serie von nicht verlorenen Spielen zu verlängern. Die Austria jedenfalls wil das Dutzend heute voll- machen. Spaziergang wird es mit Sicherheit keiner, treffen doch heute im Reichshofstadion die beiden defensiv-stärksten Teams der Liga aufeinander.

Eine haarige Angelegenheit: Austria-Trainer Helgi Kolvidsson.

Eine haarige Angelegenheit: Austria-Trainer Helgi Kolvidsson.

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