Ein Renn-Winter, der es in sich hat

Sport / 24.10.2013 • 18:39 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Auf die Ski-Asse warten 71 Bewerbe im Weltcup und die Olympischen Winterspiele.

ski alpin. 34 Bewerbe bei den Damen in 18 Orten, 35 bei den Herren an ebenfalls 18 Schauplätzen und zwei Teamevents – der am Wochenende auf dem Söldener Rettenbachferner beginnende alpine Ski-Weltcup wartet auch im Olympiawinter mit einem dichten Programm auf. Titelverteidiger im Gesamtweltcup sind Marcel Hirscher und Tina Maze, prominenteste Abwesende beim Gletscher-Start in die 48. Weltcup-Saison ist Lindsey Vonn.

Sieben Mal Heimvorteil

Österreich ist in der Saison 2013/2014 gleich insgesamt sieben Mal Gastgeber von Weltcup-Bewerben, Anna Fenninger, Marlies Schild und Co. fahren auch noch in Lienz, Altenmarkt-Zauchensee und Flachau, die Truppe rund um Marcel Hirscher und Klaus Kröll legt zudem in Kitzbühel und Schladming los. Ein Mannschaftsbewerb geht unmittelbar nach den Olympischen Spielen in Innsbruck in Szene, es sind damit erstmals zwei Team-Entscheidungen in einer Saison eingeplant. Ist für Österreichs Damen in der Vorsaison der Gewinn einer Kristallkugel außer Reichweite gewesen, so entschied bei den Herren Hirscher neben der Gesamtwertung auch den Slalom-Weltcup für sich. Aksel Lund Svindal war in Abfahrt und Super-G nicht zu schlagen, Ted Ligety im Riesentorlauf die absolute Klasse für sich. Maze heimste Gesamt-, Super-G- und Riesentorlauf-Weltcup ein, Vonn wurde ob der erzwungenen Pause nach ihren bei der WM erlittenen Knieverletzungen die Abfahrtskugel in Abwesenheit zugesprochen. Weltmeisterin Mikaela Shiffrin aus den USA durfte sich auch im Weltcup über die Auszeichnung zur besten Slalomläuferin freuen.

In Sölden hat der ÖSV seit 2008 (Kathrin Zettel) bzw. 2005 (Hermann Maier) nicht mehr gewonnen. Die Möglichkeiten für einen rot-weiß-roten Erfolg zum 20-Jahr-Jubiläum sind aber da. „Wir haben mit Hirscher, Philipp Schörghofer, Marcel Mathis ganz starke Läufer am Start. Sölden ist sicherlich ein sehr wichtiges Rennen, sollte aber auch nicht überbewertet werden. Es ist supercool, wenn man gleich vorne mit dabei ist. Man hat aber nachher über einen Monat Zeit zum Nachjustieren“, sagte Herrenchef Mathias Berthold.

2012 deklassierte Ligety in Sölden die Konkurrenz, er hatte 2,75 Sekunden Vorsprung auf Manfred Mölgg und 3,12 auf den drittplatzierten Hirscher. Der Abstand verringerte sich im Laufe des WM-Winters, allerdings gewann Ligety sechs der acht Riesentorläufe und wurde zweimal Dritter (je ein Sieg Hirscher und Alexis Pinturault). Was der Status quo ein Jahr nach der großen Materialumstellung ist, wird sich am Sonntag (9.30/12.45 Uhr) bei prognostiziertem Schönwetter zeigen. Der neue ÖSV-Damenchef Jürgen Kriechbaum erhofft sich am Nationalfeiertag (9.30/12.45 Uhr) eine ordentliche Mannschaftsleistung. „Einen Sieg kann man nicht bei jedem Rennen verlangen. Ein gutes mannschaftliches Auftreten ist wichtig. Wenn ganz vorne jemand wäre, dann wären wir natürlich noch glücklicher“, meinte er. „Sölden gibt gewisse Rückschlüsse für die Saison. Aber wenn man in Sölden noch nicht ganz vorne mit dabei ist, heißt das nicht, dass man das im Saisonverlauf nicht noch sein wird.“

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