Böller und Randale stören deutschen Fußball-Frieden

Sport / 27.10.2013 • 23:07 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Dortmunder Krawallbrüder inmitten ihrer gelben Rauchbomben. Fotos: gepa/2
Die Dortmunder Krawallbrüder inmitten ihrer gelben Rauchbomben. Fotos: gepa/2

Nach den Ausschreitungen rund um das Revierderby und das Ost-Derby werden harte Strafen angedroht.

Fussball. Pyrotechnik, Randale und drohende Spielabbrüche: Nach den Ausschreitungen rund um das 143. Revierderby zwischen Schalke (mit Christian Fuchs) und Dortmund sowie beim Ostduell zwischen Dresden und Aue (ohne Robert Almer) hat die Deutsche Fußball-Liga (DFL) Strafen für die Täter gefordert.

Die BVB-Verantwortlichen verurteilten die Randale und schämten sich für das laut Hans-Joachim Watzke „asoziale Verhalten“ einiger Anhänger. „Das hat mich gewaltig gestört. Ich möchte mich dafür ganz offziell beim FC Schalke entschuldigen. Ich habe null Verständnis für dieses Verhalten. Das ist nicht tolerierbar, dafür muss man sich schämen“, sagte Dortmunds Geschäftsführer geschockt. Schalke-Manager Horst Heldt sprach von einer „anderen Qualität“ der Gewalt, wenn Bengalos auf gegnerische Fans geschossen werden. Er räumte auch ein, dass es schwierig sei, das Hereinschmuggeln von Feuerwerkskörpern in die Stadien ganz zu unterbinden. „Die haben ja mittlerweile Labello-Größe.“

Die Partie auf Schalke konnte erst mit fünfminütiger Verspätung angepfiffen werden, weil im Gäste-Fanblock Feuerwerkskörper gezündet wurden. Knall- und Leuchtkörper flogen auf das Spielfeld und in die Ränge. Sogar ein Spiel-abbruch wurde in Erwägung gezogen. In Dresden hatte SR Felix Brych die Partie für zehn Minuten unterbrochen, weil bengalische Feuer gezündet und geworfen wurden. Der Referee schickte beide Teams in die Kabinen, ehe sie dann zu Ende gespielt werden konnte.

Maskierte Borussen-Fans randalierten beim Revierderby, die Polizei setzte schließlich Pfefferspray ein, um Herr der Lage zu werden. Reuters
Maskierte Borussen-Fans randalierten beim Revierderby, die Polizei setzte schließlich Pfefferspray ein, um Herr der Lage zu werden. Reuters
Timo Hildebrand mit einem „Bengalen“.
Timo Hildebrand mit einem „Bengalen“.
Wie sich die Bilder gleichen: Cottbus-Anhänger zünden Rauchbomben beim Spiel in Dresden.
Wie sich die Bilder gleichen: Cottbus-Anhänger zünden Rauchbomben beim Spiel in Dresden.

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.