Hattrick von Ted Ligety

Sport / 27.10.2013 • 21:32 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
An Ted Ligety führt weiterhin kein Weg vorbei. Dem Amerikaner gelang als erstem Läufer überhaupt der dritte Sölden-Sieg in Folge. Foto: gepa
An Ted Ligety führt weiterhin kein Weg vorbei. Dem Amerikaner gelang als erstem Läufer überhaupt der dritte Sölden-Sieg in Folge. Foto: gepa

Dritter Sieg in Serie des US-Boys beim Weltcup-Auftakt in Sölden. Hirscher auf Rang drei.

ski alpin. Neue Saison, alter Dominator: Ted Ligety beherrscht wieder einmal die Riesenslalom-Konkurrenz. Der amerikanische Weltmeister untermauerte auch zum Start in den Olympia-Winter seine Ausnahmestellung im Riesenslalom. „Es ist schwierig, zu sagen, was dieses Rennen bedeutet“, erklärte der Amerikaner. „Aber es ist eine Bestätigung und ich habe den Jungs ein bisschen Druck gemacht.“ Der dritte Sieg am Gletscher in Sölden nacheinander und der siebte Erfolg in den vergangenen neun Rennen hinterließ wieder einmal mächtig Eindruck beim düpierten Rest.

„Es ist nach wie vor so, dass Ted unglaublich schnell ist“, erklärte Gesamtweltcupsieger Marcel Hirscher. „Der Rückstand ist schon noch groß. Aber im Vergleich zum letzten Jahr ist es ja fast gar nichts mehr.“ Hirscher landete, angefeuert vom Großteil der 15.000 Zuschauer, mit einem Rückstand von 1,02 Sekunden auf Platz drei. Ligety, gerade in den USA vom Nationalen Olympischen Komitee zum Sportler des Jahres gekürt, lieferte eine Kampfansage um den Gesamtweltcup.

Gelassen im Triumph

Ligety ging wie immer relativ gelassen mit seinem Triumph um. „Ich zähle meine Hühner noch nicht“, hatte er nach seiner klaren Halbzeitführung noch gemeint. Wie so oft ließ der Weltmeister dann aber auch im Finale trotz letzter Startnummer nichts mehr anbrennen. Die 14. Laufzeit – unmittelbar vor Hirscher – reichte problemlos zum 18. RTL-Triumph.

„Der Sommer war schwierig. Ich war mir nicht ganz sicher, aber jetzt habe ich die Bestätigung“, freute sich der 29-Jährige über seinen dritten Sölden-Sieg in Folge. Seit 2007 ist der US-Boy damit beim Opening in mittlerweile sechs Rennen in Folge stets auf das Podest gefahren, seine Bilanz lautet nun 2, 3, 2, 1, 1, 1. „Jeder Weltcupsieg ist ein guter, ein Sieg im ersten Saisonrennen ist aber besonders gut, um die Nerven zu beruhigen.“

„Jetzt kann ich wieder groß reden, weil ich wieder auf dem Stockerl bin“, scherzte Marcel Hirscher, dem die Erleichterung deutlich anzumerken war. „Es wird heuer doch sehr viel erwartet von mir“, begründete der Salzburger das. Vor allem mit seinem zweiten Lauf sei er sehr zufrieden gewesen, der Griff zu einem anderen Skimodell habe sich ausgezahlt. „Das war dann eine supergute Fahrt, das gibt viel Feedback für weitere Schritte“, freute sich der Slalom-Weltmeister. 1,02 Sekunden seien zwar immer noch viel Rückstand. „Aber im Vergleich zum Vorjahr ist das fast gar nichts. Ich würde mir die Note eins geben. Auf dem Stockerl stehen ist definitiv ein Einser.“

Mit Ligety vor Pinturault und Hirscher bestätigte sich die erwartete Reihenfolge. Auch der starke Franzose ist weiterhin einer jener wenigen Fahrer, die Ligety ärgern können. „Marcel und ich werden weiter daran arbeiten, Ted zu schlagen“, meinte Pinturault.

Ich würde mir die Note eins geben. Am Stockerl stehen ist ein Einser.

marcel hirscher

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.