Weiter Ungewissheit um Koller

Sport / 27.10.2013 • 22:46 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
ÖFB-Teamchef Marcel Koller und sein Chef Leo Windtner (r.). Foto: gepa
ÖFB-Teamchef Marcel Koller und sein Chef Leo Windtner (r.). Foto: gepa

In der Schweiz stehen die Verhandlungen mit dem 52-Jährigen vor dem Abschluss.

Fussball. Offiziell ist er noch österreichischer Teamchef, doch das Ende der Amtszeit Marcel Koller beim ÖFB rückt immer näher. Denn Schweizer Medien berichten, dass der 52-Jährige Mitte Juli 2014 den zurücktretenden Nati-Coach Ottmar Hitzfeld beerbt und dem Österreichischen Fußball-Bund absagen wird.

Finanziell sollen sich der Schweizer Verband und Koller bereits einig sein. Bei einer erfolgreichen Qualifikation für die EM-Endrunde soll Koller auf ein Einkommen von rund 1,3 Mill. Schweizer Franken pro Jahr kommen. Der Vertrag soll bis nach der EURO 2016 in Frankreich gelten. Die entscheidenden Gespräche bezüglich einer Vertragsunterzeichnung sollen Anfang dieser Woche folgen. Laut „Blick“ geht es da auch um das Trainerteam. Als Assistent will Koller wie bisher Michel Pont um sich haben, zudem soll die „Nati“ auch einen Mentalcoach erhalten. Dieser Mann heißt Thomas Graw, ist Deutscher und 48 Jahre alt. Graw arbeitete unter Koller auch mit den rot-weiß-roten Nationalspielern. Bei seinem Amtsantritt hatte er gesagt: „Es ist natürlich auch bei Sportpsychologen nicht so, dass sie einfach kommen, Hokuspokus machen, und nach einer Besprechung wissen die Spieler alles und setzen es um.“

Koller ist ein Trainer, der immer wieder den Zeitfaktor bei seiner Arbeit hervorhebt. Von ÖFB-Präsident Leo Windtner hatte er die Rückendeckung erhalten, um sich etwas aufzubauen. Möglicherweise tut sich der Schweizer deshalb in der Entscheidungsfindung so schwer.

Jetzt ist Marcel Koller am Zug. Das ist kein Lizitationsprozess.

Leo Windtner

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