Hirscher ist Ligety auf der Spur

Sport / 28.10.2013 • 22:45 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Marcel Hirscher freute sich nach dem Weltcupauftakt in Sölden: Platz drei im Riesentorlauf und den Rückstand auf Ted Ligety reduziert. Foto: gepa
Marcel Hirscher freute sich nach dem Weltcupauftakt in Sölden: Platz drei im Riesentorlauf und den Rückstand auf Ted Ligety reduziert. Foto: gepa

ÖSV-Ski-Ass ist nach dem Riesentorlauf in Sölden auf der Suche nach einer Sekunde.

ski alpin. Das im Zielraum laut hinaus geschriene „Danke“ galt seiner Skifirma und dem Skiverband. „Die haben sich alle richtig den Arsch aufgerissen für mich, damit ich eine solche Leistung wie heute bringen kann“, sagte Marcel Hirscher nach Platz drei beim Weltcup-Saison-Auftakt-Riesentorlauf in Sölden. „Wenn man immer die gleichen Fragen gestellt bekommt, denkt man auch darüber nach: Kann ich es noch? Habe ich den Speed, den sich alle erwarten, den ich mir erwarte? Es ist jetzt eine große Erleichterung spürbar. Wie wenn man für die Schularbeit lernt und dann das Resultat zurückbekommt. Es war super. Ich würde mir die Note eins geben. Am Stockerl stehen ist definitiv ein Einser“, meinte der 24-jährige Salzburger, der sich nur Ted Ligety und Alexis Pinturault beugen musste.

Weshalb die Situation nicht einfach gewesen war, erklärte Hirscher nach dem Rennen. „Da fährt man selbst Ted so lange hinterher. Und dann sind da die Riesentorlaufspezialisten, die extrem viel Zeit investieren, um Ted nahe zu kommen. Das versuche ich natürlich auch, aber ich möchte ja auch noch ein bisschen Super-G trainieren. Und Slalom wäre auch gut. Von dem her bin ich dankbar, dass wir heute im zweiten Durchgang einen großen Schritt vorwärts gemacht haben.“

Viel Respekt

Er habe sehr viel Respekt vor Ligetys Leistung, neidlos erkenne er dessen dritten Sieg auf dem Rettenbachferner an. „Gut zu sehen, dass wir Ted in einem Jahr näher gekommen sind. Hoffentlich können wir noch näher kommen und ich ihn einmal schlagen. Das wäre cool“, so Hirscher.

Das Trio auf dem Podest überraschte Hirscher-Trainer Michael Pircher nicht, mit seinem Schützling war dieser sehr zufrieden. „Es war anzunehmen, dass die Rückstände nicht mehr so groß wie im Vorjahr sein werden. Der dritte Platz ist super, wir sind zufrieden. Es war ein guter Auftakt, der Lust auf mehr macht. Und die Sekunde, die Marcel hinten ist, finde ich ohne groß zu analysieren“, sagte der Steirer. „Da wird er wahrscheinlich recht haben“, kommentierte Hirscher die Äußerung seines Trainers.

Gut zu sehen, dass wir Ted in einem Jahr näher gekommen sind.

marcel hirscher

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