„Der Transfer hat mich überrascht“

Sport / 30.10.2013 • 22:04 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Thomas Vanek stürmte im New Yorker Derby gegen die Rangers erstmals im Dress der Islanders. Foto: ap
Thomas Vanek stürmte im New Yorker Derby gegen die Rangers erstmals im Dress der Islanders. Foto: ap

Für Thomas Vanek verlief der Umbau in Buffalo nicht nach seinen Erwartungen.

eishockey. Im Gespräch mit der Austria Presse Agentur beschreibt Österreichs NHL-Star die turbulenten Tage mit dem Transfer von Buffalo zu den Islanders.

Sie sind nach acht Jahren in Buffalo nach New York abgegeben worden. Wie ist der Transfer abgelaufen?

vanek: Ich bin am Sonntag zu Hause mit Ashley (Anm.: seine Frau) gesessen und habe Football geschaut. Ich habe um 20.15 einen Anruf bekommen, dass ich zu den Islanders getradet worden bin. Ein paar Minuten später ist der Anruf vom Islanders-Manager gekommen, der mich willkommen geheißen hat. Dann war ich eine Stunde am Handy und habe mit verschiedenen Leuten gesprochen. Ashley hat noch Wäsche gewaschen, ich habe dann schnell alles zusammengepackt, bin um 2 Uhr ins Bett und um 4.30 Uhr wieder auf und zum Flughafen.

Haben Sie vom grundsätzlichen Interesse der Islanders gewusst?

vanek: Nein, ich habe null gehört. Ich habe wie jeder andere die Gerüchte gehört, dass ich irgendwo hingehe, habe aber null Ahnung gehabt.

Sind Sie davon ausgegangen, dass Sie in dieser Saison abgegeben werden??

vanek: Ich habe gehofft, dass wir in Buffalo ein paar ältere Spieler holen und, obwohl es ein Neuaufbau ist, dass wir mitspielen können. Sie setzen voll auf Junge, da wollte ich nicht mitmachen. Ich habe gewusst, da ist eine große Möglichkeit, vor allem nach dem Start, den wir hatten, dass ich weggetradet werde. Aber ich war überrascht, dass es so früh war.

Wie sind Ihre ersten Eindrücke von den Islanders?

vanek: Vom Club her ist alles erste Klasse. Sie haben mich gleich nach dem Trade angerufen, gefragt, was ich brauche. Ich bin am nächsten Tag um 7 Uhr hergeflogen, abgeholt worden, zum Training, ins Hotel; jeder gefragt, ob ich was brauche, auch von den Teamkollegen ist jeder hilfsbereit. Das macht alles ein bisschen einfacher. Sie haben eine gute junge Mannschaft mit sehr viel Speed.

Mit Michael Grabner haben Sie einen Österreicher zum Teamkollegen. Haben Sie gleich mit ihm Kontakt aufgenommen?

vanek: Ich habe ihn gleich nach dem Trade angerufen. Wir waren beide ein bisschen überrascht. Er kann mir verschiedene Fragen, die ich habe, beantworten. Es ist super und sehr hilfreich, einen anderen Österreicher da zu haben.

Ihre Familie (Frau Ashley und die Söhne Blake, 6 Jahre, und die dreijährigen Zwillinge Luka Robert und Kade Ashton) sind noch nicht nach New York mitgekommen?

vanek: Nein. Blake ist in der Schule, jetzt ist es nicht mehr so einfach. Mit den drei Burschen geht es in einem Hotel nicht, jetzt muss ich in den nächsten Wochen schauen, dass ich ein Haus finde, dass wir mieten können, und dann den Umzug packen.

Ich muss jetzt schnell lernen, was Partner John Tavares macht.

thomas vanek

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.