„Kiwi“ bombt ab sofort für das Nationalteam

Sport / 03.06.2014 • 20:09 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der gebürtige Litauer Romas „Kiwi“ Kirveliavicius ist ab sofort für Österreichs Handballteam spielberechtigt. Foto: öhb
Der gebürtige Litauer Romas „Kiwi“ Kirveliavicius ist ab sofort für Österreichs Handballteam spielberechtigt. Foto: öhb

Fivers-Goalgetter Romas Kirveliavicius eingebürgert und vor Debüt in WM-Quali gegen Norwegen.

Handball. Nur noch Norwegen stellt sich Österreichs Männerteam auf dem Weg zum zweiten Großereignis en suite in den Weg. Am Samstag will Rot-Weiß-Rot in der Albert-Schultz-Halle in Wien im Hinspiel des WM-Qualifikations-Play-offs (19.45 Uhr) den Grundstein legen, ehe eine Woche später in Bergen die Entscheidung fällt. „Wir haben eine Riesenchance und wollen sie nützen“, sagte ÖHB-Teamchef Patrekur Johannesson.

Noch ist Platz elf von der EM in Dänemark im Jänner in guter Erinnerung, „ein schöner Erfolg“, wie Johannesson betonte, „aber das ist vorbei“. Dem Isländer stehen gegen die Norweger vier Spieler von der EM nicht zur Verfügung, Die Routiniers Patrick Fölser und Konrad Wilczynski haben ihre Karrieren beendet, der Neo-Harder Roland Schlinger fällt ebenso wie der bei der EM vielversprechend aufgetretene Maximilian Hermann verletzt aus.

Ein Duell auf Augenhöhe

„Die Chancen stehen 50:50.Die Norweger sind körperlich sehr stark“, meinte Johannesson über den Gegner, der zwar keine Top-Stars in seinen Reihen hat, und trotz Platz 14 bei der EM im Jänner einen ebenbürtigen Gegner abgeben wird. Kapitän und Schlüsselmann Viktor Szilagyi führte im Kampf um die dritte WM-Teilnahme nach 1993 und 2011 nicht zuletzt den Faktor Erfahrung ins Treffen. „Wir haben nun einiges an Erfahrung gesammelt, gerade in solchen Spielen“, meinte der Deutschland-Legionär. Auch Robert Weber, bei Magdeburg mit 242 Treffern in der abgelaufenen Saison zweitbester Ligaschütze, gab sich optimistisch. „Wir müssen uns nicht verstecken, sind mit den Norwegern auf Augenhöhe“, erklärte der Harder, der einen „Heimsieg mit vier, fünf Toren“ als Erfolg werten würde.

Reisepass bereits beantragt

Bedingt durch die Ausfälle von Schlinger und Hermann war Johannesson natürlich mehr als erfreut, dass mit Romas Kirveliavicius (26), dessen Einbürgerung vom Ministerrat beschlossen wurde, eine hochkarätige Alternative zusätzlich zur Verfügung steht. „Wir haben den Reisepass beantragt und hoffen, dass es sich ausgeht“, erklärte ÖHB-Generalsekretär Martin Hausleitner. Der 26-Jährige gebürtige Litauer ist bereits ins Teamtrainingslager in Bad Tatzmannsdorf eingerückt.

Ich freue mich sehr, dass es geklappt hat, hoffe, bereits gegen Norwegen spielen zu können.

Romas Kirveliavicius

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