Traum von WM-Endrunde lebt weiter

Sport / 09.06.2014 • 19:45 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der Harder Robert Weber (28) erzielte vier Treffer gegen Norwegen, sein Bruder Thomas kam an seinem 27. Geburtstag nicht zum Einsatz. Foto: apa
Der Harder Robert Weber (28) erzielte vier Treffer gegen Norwegen, sein Bruder Thomas kam an seinem
27. Geburtstag nicht zum Einsatz. Foto: apa

ÖHB-Männerteam feiert im ersten Play-off-Duell 28:26-Heimsieg über Norwegen.

Handball. (VN-jd) Es ist ein denkbar knapper Zwei-Tore-Polster, mit dem Österreichs Männerteam gegen Norwegen ins Rückspiel am kommenden Samstag (15 Uhr) in Bergen zum zweiten Duell im Rahmen der WM-Qualifikation für die Endrunde im Jänner 2015 in Katar geht. Dennoch überwog nach dem 28:26-Heimerfolg in Wien die Freude. „Wir fahren mit einem absolut guten Gefühl nach Norwegen. Die müssen uns auch erst einmal schlagen“, sagte Kapitän Viktor Szilagyi.

Ähnlich klangen die Worte von Goalie Nikola Marinovic. „Hauptsache wir haben gewonnen“, erklärte der Schlussmann, der einen schweren Stand hatte, im Finish aber von Thomas Bauer gut vertreten wurde. Er musste freilich zugeben, dass die Partie „ziemlich zerrissen und nicht optimal“, gewesen sei. Auch Szilagyi kam nicht umhin, zu konstatieren, dass vor 5000 Zuschauern in einer erbarmungslos temperierten Halle nicht alles nach Wunsch lief. „Wir hatten einige schlechte Phasen im Spiel“, meinte der 35-Jährige, der dafür auch die Hitze verantwortlich machte. „Ab der 40. Minute hat man schon gesehen, dass es mit den Temperaturen zusammenhängt, das haben aber auch die Norweger gespürt.“ Wichtig sei aber nicht zuletzt der Einsatzwille gewesen. „Das Publikum honoriert es, wenn man kämpft.“

Szilagyi optimistisch

Gerade in der ersten Hälfte wurde die Abhängigkeit des Teams von Szilagyi, aber auch von Vitas Ziura sichtbar, war das verletzungsbedingte Fehlen der beiden Rückraumspieler Roland Schlinger und Maximilian Hermann nicht zu übersehen. Beide mussten immer wieder Verantwortung in 1:1-Situationen übernehmen und sorgten vor der Pause für mehr als die Hälfte aller rot-weiß-roten Tore. „Von den Kreisläufern ist halt auch wenig gekommen, und wir haben vielleicht Alex Hermann zu wenig ins Spiel gebracht“, befand Szilagyi. „Ich bin aber überzeugt, dass wir noch einige Möglichkeiten haben.“

Zumindest gegenüber der Öffentlichkeit war ÖHB-Teamchef Patrekur Johannesson mit dem Heimsieg zufrieden: „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, auf das, was sie abgeliefert hat. Wir haben gewusst, dass es gegen die Norweger sehr schwer wird, aber die Mannschaft hat super dagegengehalten. Aber das war erst die erste Etappe auf dem Weg nach Katar. Wir müssen in Norwegen ebenso konzentriert ins Spiel gehen, um uns für die Endrunde zu qualifizieren.“

„Split“ bei den Legionären

Je einen Sieg bzw. ein Niederlage gab es für die Legionäre der beiden Ländle-HLA-Klubs. Marko Krsmancic erzielte beim 23:15-Heimsieg von Serbien in Nis über Tschechien einen Treffer. Dagegen musste sich der Bregenzer Povilas Babarskas (vier Tore) mit Litauen im Prestigeduell in Russland mit 22:30 geschlagen geben.

Handball

24. Weltmeisterschaften der Männer 2015 in Katar

Termin: 15. Jänner bis 1. Februar

» Europa-Qualifikation, Play-off (Hin- und Rückspiel)

Österreich – Norwegen 28:26 (15:16)

Albert-Schultz-Halle, 5000 Zuschauer, SR Gubica/Milosevic (CRO)

Zweitstrafen: 3 bzw. 2

Österreich: Bauer, Marinovic; Alexander Hermann (1), Ziura (6), Schmid, Bozovic, Wöss, Mayer, Szilagyi (6), Posch (2), Wagesreiter, Kolar, Weber (4/1), Edelmüller, Santos (7), Kirveliavicius (2)

Norwegen: Erevik, Christensen; Sagosen (1), Hippe, Myrhol (6), Lund, Rambo, Joendal (4), O´Sullivan, Björnsen (8/5), Lindoe, Gullerud, Tangen (2), Reinkind (3), Lokkebo, Hansen (2)

Norwegen – Österreich Samstag, 14. 6., 15 Uhr

Bergen, SR Kristic/Ljubic (SLO); Live ORF Sport+

Die weiteren Begegnungen HS RS

Serbien – Tschechien 23:15 14. 6., 13.50 Uhr

Polen – Deutschland 25:24 14. 6., 15.15 Uhr

Russland – Litauen 30:22 14. 6., 16.00 Uhr

Rumänien – Schweden 24:25 15. 6., 15.15 Uhr

Montenegro – Weißrussland 28:27 15. 6., 17.00 Uhr

Bosnien-Herzegowina – Island 33:32 15. 6., 17.30 Uhr

Ungarn – Slowenien 25:22 15. 6., 18.00 Uhr

Griechenland – Mazedonien 25:27 15. 6., 20.00 Uhr

» Bereits fix qualifiziert sind: Katar (Ausrichter), Spanien (Titelverteidiger ), Frankreich, Dänemark, Kroatien (Top-3-Teams EM 2014), Algerien (Afrikameister), Tunesien (2. Afrika), Ägypten (3. Afrika), Bahrain (2. Asien), Iran (3. Asien), Vereinige Arabische Emirate (4. Asien), Australien (Ozeanienmeister)

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