Längle: „Nie mehr zweite Liga“

Sport / 10.06.2014 • 20:54 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Im Sportservice erfolgte Altachs Saisonstart. Neben Sebastian Manhart, Geschäftsführer Sportservice (ganz rechts), informierten auch Altachs Geschäftsführer Christoph Längle, Trainer Damir Canadi und Sportchef Georg Zellhofer (von links). Foto: gepa
Im Sportservice erfolgte Altachs Saisonstart. Neben Sebastian Manhart, Geschäftsführer Sportservice (ganz rechts), informierten auch Altachs Geschäftsführer Christoph Längle, Trainer Damir Canadi und Sportchef Georg Zellhofer (von links). Foto: gepa

Der SCR Altach will sich langfristig in der höchsten Spielklasse Österreichs etablieren.

fussball. Im Hintergrund wird seit Wochen rund um die Uhr gearbeitet, für die Spieler des Cashpoint SCR Altach stand gestern nach knapp drei Wochen Pause der Start in die Vorbereitung für die Bundesligasaison an. 21 Spieler zählt der Kader des Aufsteigers momentan, mit eingerechnet auch die jungen Aufbauspieler. Noch maximal sechs Spieler werden dazustoßen. Laut Sportdirektor Georg Zellhofer sind die Alt­acher auf einem guten Weg, den Kader bis zum Saisonstart nach ihren Vorstellungen füllen zu können: „Ich schlafe nach wie vor sehr gut. Wir sind mit der Kaderplanung zufrieden, außerdem ist noch bis zum 31. August Zeit, da kann und wird sich noch einiges tun. Was ich aber wiederholen will ist, dass wir sicher den ,jungen Weg‘ weitergehen. Wir werden uns punktuell verstärken, eventuell auch mit einem Legionär und Führungsspieler, werden aber sicher keine Schnellschüsse machen, sondern uns die Spieler sehr genau anschauen.“

Die ersten Testpiloten sind bereits an Bord und absolvierten die erste Einheit mit der Mannschaft Es handelt sich dabei um den 22-jährigen Kroaten Darijo Pecirep vom oberösterreichischen Regionalligaklub Wallern sowie die beiden Brasilianer Bruno Maia (26) und Roberto Ribeiro Cristofam. Das Ziel von Trainer Damir Canadi ist es, alle Positionen doppelt zu besetzen, was zum Großteil schon der Fall ist. Nur drei Positionen sind laut Canadi noch unterbesetzt.

Stichwort Kontinuität

Der wichtigste Punkt in den Altacher Planungen ist Kontinuität. Langfristiges Arbeiten soll dazu führen, den Verein in der Bundesliga zu etablieren. „Wichtig ist, was in den nächsten Jahren passiert. Es wäre nicht richtig, zu denken, man muss jetzt sofort vorne mitspielen. Der bisher beste Platz des Vereines in der Bundesliga war der siebte Platz. Wenn wir das übertreffen, haben wir unser Ziel für die neue Saison sicher erreicht. Wir sind uns auch bewusst, dass uns in einem Jahr ein weiterer Umbruch bevorsteht. Es wird größere Vereine geben, die unsere starken Jungen haben wollen. Auch damit haben wir uns schon befasst. Eines meiner Ziele ist es, das Grundbudget unter anderem durch Transfers in drei Jahren verdoppeln zu können.“

Ins gleiche Horn stößt auch Geschäftsführer Christoph Längle: „Das Vereinsziel ist ganz klar: Nie mehr zweite Liga. Wir wollen dem Ländle langfristig Bundesligafußball bieten. Altach soll ein Zugpferd sein, eine Plattform für Spieler, die die Ambition und das Können haben, in der Bundesliga zu spielen. Die Aufwertung für den Fußball in Vorarlberg ist groß, das wollen wir auf jeden Fall aufrechterhalten.“

Kooperation mit Sportservice

Die Zusammenarbeit des Cashpoint SCR Altach mit dem Sportservice Vorarlberg geht in die sechste Saison. Zur großen Zufriedenheit aller Beteiligten. Im letzten Jahr haben die Altacher rund 170 Trainingseinheiten mit dem Sportservice absolviert. Dazu kommen rund 550 Therapieeinheiten. In drei Einheiten pro Woche stehen Kraft, Athletik und Regeneration auf dem Programm. Knotenpunkt für den Sportservice ist Physiotherapeut Martin Hämmerle, der Trainer Canadi bei der Trainingsplanung zur Seite steht. Die Spieler profitieren laut Canadi enorm von dieser Zusammenarbeit. Neben den Altachern nützen inzwischen auch die Lustenauer Austria sowie die beiden Handball-Vorzeigevereine Hard und Bregenz sowie der EHC Bregenzerwald die Dienste des Sportservice.

In Altach ist man also auf planmäßigem Kurs für die Bundesliga, sieht sich auch nicht unter Druck, eine neue Mannschaft zusammenstellen zu müssen. „Im Gegenteil“, sagt Canadi. „Wir haben in Altach etwas mit Bestand geschaffen. Ich bin der Meinung, dass wir jetzt sofort anfangen und in der Bundesliga bestehen könnten.“

Ich schlafe nach wie vor sehr gut, die Kaderplanung läuft.

georg zellhofer

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