München war kein goldener Boden

Sport / 12.06.2014 • 20:03 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Thomas Mathis will ab morgen beim ISSF-Weltcup in Maribor wieder Selbstvertrauen tanken. Foto: schwämmle
Thomas Mathis will ab morgen beim ISSF-Weltcup in Maribor wieder Selbstvertrauen tanken. Foto: schwämmle

Thomas Mathis bei der zweiten Station des Weltcups ohne Spitzenplatzierung.

schiessen. Die Olympiaschießanlage in Garching-Hochbrück bei München war bislang ein erfolgreicher Boden für Thomas Mathis. 2011 verzeichnete Vorarlbergs Paradesportschütze in der bayrischen Metropole als Fünfter seine erste Finalteilnahme im ISSF-Weltcup und in der letzten Saison gelang dem Hohenemser bei der zweiten Station des Sportschützen-Weltcups als Zweiter im Bewerb Kleinkaliber liegend der Sprung auf das Siegerpodest. Im November, bei seinem ersten Antreten in einem Weltcupfinale, verfehlte Mathis zum Saisonabschluss in seiner Paradedisziplin Kleinkaliber liegend um 0,2 Ringe einen Podestplatz und belegte den undankbaren vierten Rang.

In Elimination ausgeschieden

Doch in dieser Saison war München nach eigener Aussage des 24-Jährigen „keine Reise wert“. Nach einem 61. Rang mit 619,6 Ringen im 10-m-Luftgewehrbewerb (133 Schützen) und mit Platz 51 unter 139 Startern als bester Österreicher mit 620,9 Ringen im Kleinkaliber-Liegendbewerb schied Mathis in der abschließenden KK-Dreistellung bereits in der Elimination aus. Mathis, der in der Dreistellung eine persönliche Bestleistung von 1174 Ringen zu Buche stehen hat, blieb mit 1147 Ringen ganz klar unter seinen Erwartungen. „Die 385 Ringe im Knieend- bzw. 393 im Liegend-Bewerb waren ganz in Ordnung. Doch mit 369 Ringen blieb ich im Stehend-Bewerb ganz klar unter meinen Erwartungen. Jetzt muss ich erst einmal in Ruhe die Schussbilder analysieren. Im Wettkampf selbst hatte ich keine gravierenden Probleme und deshalb habe ich für die wenig zufriedenstellende Leistung im Moment keine Erklärung“, so Mathis.

WM-Start weiter im Visier

Lange hat Mathis zur Ursachenforschung aber nicht Zeit, bereits morgen geht es in Maribor mit der dritten Station im ISSF-Weltcup weiter. „Mit den Leistungen in München ist das Erreichen des Weltcupfinales vom 21. bis 28. Oktober in Gabala (Aze) praktisch nicht mehr möglich. Deshalb gilt es in Maribor Selbstvertrauen zu tanken für die WM-Qualifikation“, so Mathis, der in Slowenien auf einen Start im Luftgewehrbewerb verzichtet und sich auf die KK-Bewerbe konzentriert.

Saisonhöhepunkt ist und bleibt weiter die Teilnahme an den Weltmeisterschaften vom 6. bis 20. September in Granada. Um bei den Welttitelkämpfen in Spanien, bei denen es erstmals auch um einen Quotenplatz für die Sommerspiele 2016 in Rio geht, dabei zu sein, muss Mathis bei der internen ÖSB-Ausscheidung am 12./13. Juli (Luftgewehr) bzw. zwei Wochen später (Kleinkaliber) eine Top-3-Platzierung erreichen.

Im Moment habe ich keine Erklärung für den Leistungsabfall in München.

Thomas Mathis

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