Radstars direkt vor der Haustür

Sport / 12.06.2014 • 20:58 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der Portugiese Rui Costa ist regierender Straßen-Weltmeister und wurde Sieger der Tour de Suisse 2012 und 2013. Foto: reuters
Der Portugiese Rui Costa ist regierender Straßen-Weltmeister und wurde Sieger der Tour de Suisse 2012 und 2013. Foto: reuters

Heiden im Appenzell ist am Montag und Dienstag Ziel- und Startort der Tour de Suisse.

Rad. Morgen fällt um 13.54 Uhr in Bellinzona der Startschuss zur 78. Tour de Suisse über 1331 Kilometer und 17.922 Höhenmeter. Den Auftakt der viertgrößten Rad­rundfahrt mit neun Etappen macht ein 9,4 Kilometer langes Einzelzeitfahren, bei dem die Spezialisten ihr Können unter Beweis stellen. Tour-de-Suisse-Sieger 2009 Fabian Cancellara wird mit viel Motivation bei der Heimrundfahrt am Start stehen. Herausgefordert wird der Olympiasieger und vierfache Weltmeister im Kampf gegen die Uhr unter anderem vom dreifachen Zeitfahrweltmeister Tony Martin.

Preidler und Haller

Das 176 Mann starke Feld präsentiert sich gewohnt hochkarätig, für viele ist es der letzte Test vor der Tour de France. Am Start stehen 22 Mannschaften, davon 18 UCI-WorldTour-Teams. Der portugiesische Sieger der letzten beiden Austragungen, Rui Costa vom Team Lampre Merida, will seinen Erfolgslauf in der Schweiz fortsetzen. Die Konkurrenz ist zahlreich, es stehen mit den ehemaligen Tour de France Siegern Bradley Wiggins, Cadel Evans oder Andy Schleck große Namen am Start in Bellinzona. Im Kampf um die Gesamtwertung mitmischen will auch Matthias Brändles Teamkollege Mathias Frank (IAM Cycling). Der Schweizer hatte im Vorjahr erst auf der letzten Etappe bei der Bergankunft in Flumserberg seine Gesamtführung abtreten müssen. Die endschnellen Asse Mark Cavendish, Gerald Ciolek, John Degenkolb, Peter Sagan oder Mark Renshaw werden dem Publikum spannende Sprintduelle liefern.

Aus österreichischer Sicht ist ein Duo mit dabei. Der Steirer Georg Preidler (Team Giant-Shimano), der zuletzt beim Giro d’Italia mit Rang sieben auf der zweitletzten Etappe mit Bergankunft am Zoncolan seine Kletterqualitäten unter Beweis gestellt hatte, und der 23-jährige Sprinter Marco Haller (Katusha) aus Kärnten.

Heiden ist Etappenort

Am zweiten Tag steht die Königsetappe nach Sarnen auf dem Programm. 3855 Höhenmeter gilt es über den Gotthard, Furka und Grimsel zu bewältigen. Mit einer Seehöhe von 2436 Metern ist der Furka zugleich auch das Dach der Tour. Weiter geht es für die Fahrer über hügelige Landschaft ins benachbarte Appenzell nach Heiden. Das Feld kommt von Richtung Rapperswil, Wasserfluh und Trogen und fährt über Oberegg, Schachen, Büriswilen, Walzenhausen, Zelg und Wolfhalden bergauf ins Ziel. Die Ankunft der Fahrer wird gegen 17 Uhr erwartet.

Am Dienstag startet das Feld um 13.02 Uhr in Heiden, dann geht es am Bodensee entlang via Goldach, Arbon, Egnach, Romanshorn, Scherzingen und Kreuzlingen bis nach Ossingen. Danach macht der Tross in Büren an der Aare halt, bevor es nach Délémont, ins Zentrum des Kantons Jura geht. Die letzten drei Etappen werden nochmals für Spannung sorgen. Das 24,5 Kilometer Einzelzeitfahren in Worb, die darauffolgende Etappe von Délémont mit dem Schlussanstieg nach Verbier sowie das Finale von Martigny nach Saas Fee mit insgesamt 3526 Höhenmetern werden das Gesamtklassement noch einmal ordentlich durcheinanderwirbeln.

Radstars direkt vor der Haustür

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