Zwei Joker sorgen für Schweizer Sieg

Sport / 15.06.2014 • 23:18 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Entscheidung in der 93. Minute: Einwechselspieler Haris Seferovic erzielte nach einem Konter den 2:1-Siegtreffer für die Schweiz gegen Ecuador. Foto: reuters
Die Entscheidung in der 93. Minute: Einwechselspieler Haris Seferovic erzielte nach einem Konter den 2:1-Siegtreffer für die Schweiz gegen Ecuador. Foto: reuters

Haris Seferovic erzielte Siegestreffer gegen Ecuador in der 93. Minute.

fussball. Das erste Tor ist bei der WM in Brasilien alles andere als ein Garant für einen Punkt. Mit der Schweiz verwandelte im neunten Spiel bereits zum fünften Mal eine Mannschaft einen 0:1-Rückstand in einen Sieg. Die Eidgenossen gewannen im Estadio Nacional von Brasilia das Auftaktspiel der Gruppe E gegen Ecuador mit 2:1.

Ecuador vor der Pause besser

Zwei Joker retteten der Mannschaft von Trainer Ottmar Hitzfeld den Sieg. Der in der Pause eingewechselte Admir Mehmedi glich in der 48. Minute per Kopf nach einem Eckball aus, Haris Seferovic schloss in der Nachspielzeit einen Konter zum Siegtreffer erfolgreich ab (93.). Enner Valencia hatte die Südamerikaner nach einem Freistoß per Kopf in Führung gebracht (22.). Vor 68.351 Zuschauern zeigte die Schweiz aber keineswegs eine überzeugende Leistung. Die Hitzfeld-Elf, die die Qualifikation ohne Niederlage absolviert hatte, agierte in der Defensive fehleranfällig, offensiv lief lange Zeit wenig zusammen. Ecuador war in der ersten Halbzeit aktiver, zeigte den technisch besseren Fußball und ging verdient in Führung. Enner Valencia kam nach einem Freistoß von Jaimen Ayovi vier Meter vor dem Tor völlig unbedrängt zum Kopfball und verwertete sicher (22.). Ayovi hatte sich dabei den Ball wenige Zentimeter außerhalb jener Zone aufgelegt, die der usbekische Schiedsrichter Irmatow mit seinem Spray markiert hatte. Vorteil zog er daraus allerdings nicht.

Wechsel in der Halbzeit

Danach fanden aber auch die Schweizer besser ins Spiel. Die Einschätzung des Schweizer ÖFB-Teamchefs Marcel Koller, der der Auswahl seines Heimatlandes Probleme im Sturm attestiert hatte, bewahrheitete sich aber. Spielerisch konnte die „Nati“ die Abwehr der Südamerikaner zunächst nicht in Verlegenheit bringen, das Rezept mit Weitschüssen führte auch nicht zum Erfolg.

In der Pause reagierte Hitzfeld. Der deutsche Erfolgstrainer brachte Mehmedi für Stocker und bewies damit eine glückliche Hand. Gerade zwei Minuten war Mehmedi auf dem Feld, als er einen Rodriguez-Eckball zum Ausgleich über die Linie köpfelte.

Es entwickelte sich eine offene Partie, in der beide Teams Chancen zum Sieg hatten. Valencia (59., 74.) und Montero (66.) scheiterten für Ecuador, Shakiri traf für die Schweiz nur das Außennetz (73.). Zudem setzte sich die Serie der Fehlentscheidungen fort. Schiedsrichter Irmatow gab ein Tor der Schweizer Solo-Spitze Josip Drmic nicht. In der Nachspielzeit hatte zunächst Arroyo die Chance zum Last-Minute-Sieg, er vertändelte aber in bester Position (93.). Und im Konter schlugen die Schweizer durch Seferovic zu, der in der 75. Minute aufs Feld gekommen war.

Das ist unglaublich, dass wir es noch geschafft haben. Wir sind glücklich über die drei Punkte.

Ottmar Hitzfeld

Wir haben gezeigt, dass wir eine tolle Truppe haben, die auch ein solches Spiel drehen kann.

Xherdan Shaqiri

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