WM-Torschützenkönig sorgt für Traumstart

Sport / 16.06.2014 • 23:06 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der Mann des Spiels: Thomas Müller erzielte drei Treffer gegen Portugal. Foto: gepa
Der Mann des Spiels: Thomas Müller erzielte drei Treffer gegen Portugal. Foto: gepa

Thomas Müller mit drei Treffern für Deutschland beim 4:0-Triumph über Portugal.

fussball. Ein Thomas Müller in weltmeisterlicher Verfassung, ein Triumph zum „Hundertsten“: Die deutsche Nationalmannschaft ist mit einem eindrucksvollen Sieg in die WM in Brasilien gestartet. Im 100. WM-Spiel einer DFB-Auswahl gelang der Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw vor den Augen von Bundeskanzlerin Angela Merkel ein ungefährdetes und über weite Strecken glanzvolles 4:0 (3:0) gegen einen enttäuschenden Weltfußballer Cristiano Ronaldo und dessen erschreckend schwachen Portugiesen. Mann des Spiels: der dreifache Torschütze Müller.

Rot für Pepe

„Drei Tore in einem Spiel ist natürlich etwas Herrliches. Und es war ja wieder eines schöner als das andere“, sagte der überragende Müller mit einem Lachen. Er führte Deutschland zum siebten WM-Auftaktsieg nacheinander, und der war vor 51.081 Zuschauern in Salvador de Bahia überzeugend und souverän herausgespielt. „Es ist schön, dass wir mit so einem Sieg nach Hause fahren“, sagte Kapitän Philipp Lahm vor dem Rückflug Richtung Santo Andre, betonte aber: „Wir sind noch lange nicht am Ende.“ Heißt: Dies war nur ein erster Schritt Richtung vierter WM-Titel.

Erleichtert wurde der Einstand durch den Platzverweis für Pepe (37.), der Müller mit der Hand im Gesicht traf und mit dem folgenden Kopfkontakt seinen Rauswurf durch den serbischen Schiedsrichter Milorad Mazic provozierte. „Ich habe einen Schlag gespürt, was danach passiert ist, kann ich nicht mehr so genau sagen“, sagte Müller. Durch einen von ihm verwandelten Foulelfmeter (12.) und Mats Hummels (32.) lag die DFB-Auswahl zu diesem Zeitpunkt aber schon in Führung.

Zwei Götze-Assists

Müller blieb in seinem 50. Länderspiel auch nach dem Abgang von Pepe im Mittelpunkt des Geschehens: In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit (45./+1) erzielte er in seinem siebten WM-Spiel in Gerd-Müller-Manier seinen siebten WM-Treffer. Dies hatte den Vorteil, dass die deutsche Mannschaft bei schwül-

warmem

Wetter in der Arena Fonte Nova nicht mehr alles aus sich herausholen musste. Chancen gab es dennoch, und eine davon nutzte, wenig erstaunlich, erneut Müller (78.) – es war ein klassischer „Abstauber“.

Götze war überraschend einer von zwei Assistenten von Müller in der Offensive. Nach tagelanger Geheimniskrämerei hatte Löw eine Aufstellung präsentiert, die zuvor wohl nur er auf dem Zettel gehabt hatte: Mesut Özil und vor allem Götze tummelten sich zusammen mit Müller in vorderster Reihe. Toni Kroos und Sami Khedira standen ein wenig dahinter. Vor der erwarteten Vierer-Reihe in der Abwehr mit gleich vier gelernten Innenver-

teidigern

hatte Löw Sami Khedira und Philipp Lahm postiert.

Die Mannschaft war unglaublich kompakt. Wir haben dem Gegner kaum Chancen gelassen.

Joachim Löw
Portugals Abwehrchef Pepe (l.) verlor in der 37. Minute die Nerven und wurde nach einer Tätlichkeit an Thomas Müller ausgeschlossen. Foto: ap
Portugals Abwehrchef Pepe (l.) verlor in der 37. Minute die Nerven und wurde nach einer Tätlichkeit an Thomas Müller ausgeschlossen. Foto: ap
Lange Gesichter: Portugals Fans waren enttäuscht. Foto: ap
Lange Gesichter: Portugals Fans waren enttäuscht. Foto: ap

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