Das „Kampfschwein“ war in Fahrt

Sport / 18.06.2014 • 20:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Emotional unterwegs: Belgien-Coach Marc Wilmots. Foto: apa
Emotional unterwegs: Belgien-Coach Marc Wilmots. Foto: apa

Mühevoller Sieg von Belgien – Trainer Marc Wilmots platzte hinterher fast der Kragen.

fussball. Marc Wilmots war angefressen. Nach dem glücklichen Sieg seiner hochbegabten Rasselbande saß er mit rotem Kopf und funkelnden Augen in der Pressekonferenz. „Ich weiß nicht, was ihr erwartet habt. Dass wir 4:0 gewinnen?“, herrschte Wilmots die kritischen Journalisten aus der Heimat an. Dann redete sich das ehemalige „Kampfschwein“ von Schalke 04 nach dem 2:1 (0:1) seiner Belgier gegen Außenseiter Algerien fast noch in Rage – ganz im Stile seines Lehrmeisters Huub Stevens, dem „Knurrer aus Kerkrade“: „Wir sind hier bei einer WM, Algerien ist die Nummer 20 der Welt.“

„Ich übernehme die Verantwortung für meine Aufstellung und werde sie nicht erklären. Ihr sagt vielleicht, dass wir nicht genug Chancen hatten“, schimpfte Wilmots: „Aber das interessiert mich nicht. Wir hatten Chancen, Algerien nur eine.“

Die Bank hat gewonnen

Wilmots Aggressivität überraschte – denn er war eigentlich der Gewinner des Spiels. „Ich habe in der Halbzeit einen Zettel an die Wand gehängt. Da stand drauf: ‚Die Bank gewinnt das Spiel‘“, sagte Wilmots hinterher sichtlich zufrieden über seinen Psychotrick: „Und? Die Bank hat das Spiel gewonnen! Ich wusste, das Algerien müder und müder werden würde.“ Zudem hielt Innenverteidiger Daniel van Buyten in der Kabine eine kleine Ansprache. „Ich bin ja so etwas wie der große Bruder für unsere jungen Spieler. Einige waren in der Halbzeit richtig am Boden“, sagte der 36-Jährige.

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