Die Legenden-Parade begeisterte

Sport / 22.06.2014 • 21:50 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Wie in alten Zeiten: Niki Lauda zwängte sich wieder in seinen Ferrari aus dem Jahr 1976. Foto: manfred noger
Wie in alten Zeiten: Niki Lauda zwängte sich wieder in seinen Ferrari aus dem Jahr 1976. Foto: manfred noger

Neun heimische Formel-1-Piloten begeisterten mit ihren Original-Boliden.

formel 1. Etwas ganz Besonderes hat sich Dietrich Mateschitz für „seinen“ Grand Prix einfallen lassen. Er wünschte sich, dass alle neun noch lebenden Formel-1-Österreicher mit ihren Original-Boliden in einer „Legenden-Parade“ antreten. Dabei wurden keine Kosten und Mühen gescheut. Aus Museen und Privatsammlungen wurden die Renner angekarrt und rennbereit gemacht. Selbst die Ex-Ferrari-Mechaniker von 1976 mit Ermanno Cuoghi an der Spitze wurden aufgestöbert, um Niki Laudas Ferrari 312 T2 von 1976 in Spielberg zu betreuen. Für Gerhard Berger wurde der Ferrari von 1988 aus England angekarrt. Der Tiroler hatte allerdings ein Handicap: Seine rechte Hand ist von seinem Skiunfall noch nicht geheilt, der Tiroler steuerte den 88C mit dem linken Arm.

Klien-Bolide streikte anfänglich

Tags zuvor fuhren in einer halbstündigen Session weiters Helmut Marko (BRM P160b), Dieter Quester (Surtees TS16), Hans Binder (Williams FW05), Karl Wendlinger (Sauber C14), Alex Wurz (Benetton B198) und Patrick Friesacher (Minardi PS04) ihre ehemaligen Autos ein.

Ausgerechnet der Red-Bull-Racing-RB1-Bolide von Christian Klien von 2005 (aus der Fabrik in Milton Keynes angeliefert) war trotz größter Anstrengungen von sechs Mechanikern anfänglich nicht zum Leben zu erwecken. Es gab Probleme mit der Benzinpumpe, dann ein kleines Feuer am Heck und der obere Querlenker streifte an. Als endlich der RB1 aufbrüllte, war die Zeit um. Wenigstens lief der Klien-Renner dann am Sonnntag, als die Legenden in drei Showrunden die 100.000 Fans begeisterten. Berger stieg kurzfristig in den Ex-Jochen-Rindt-Lotus 49 ein und Klien freute sich riesig: „Das war phantastisch. Bei den aktuellen F-1-Rennern brauchst du heute ja keine Ohrstöpsel mehr, aber bei der Legenden-Parade haben wir den Fans wieder den alten Motorensound herbeigezaubert.“ Der Hohenemser wird übrigens bereits in vier Wochen wieder in Spielberg sein, wenn der dritte Lauf
der European-Le-Mans-Series ansteht.

Nico war heute der Bessere, das muss man ganz klar sagen.

niki Lauda

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.