Italien spielt nicht mehr mit

Sport / 22.06.2014 • 23:01 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der HC Neumarkt kam, sah und siegte – und soll jetzt aus der INL schon wieder Abschied nehmen. Foto: gepa
Der HC Neumarkt kam, sah und siegte – und soll jetzt aus der INL schon wieder Abschied nehmen. Foto: gepa

Der Eishockeyverband verweigert dem Südtiroler Klubs die Teilnahme an der INL.

eishockey. (VN-ko) In der Inter National League (INL)ist Feuer am Dach. Der neu gewählte Vorstand des italienischen Eishockeyverbandes – mit Andrea Gios an der Spitze – untersagte seinen Klubs die Teilnahme an der grenzüberschreitenden Liga. Die Begründung: „Es ist der einzige Weg, um das italienische Eishockey zu retten“, sagt Vizepräsident Reinhard Zublasing gegenüber Sportnews.bz. Der Verband hat die Serie A und B zusammengelegt, aber erst acht Klubs haben sich für die neue Meisterschaft gefunden. Also versucht man auch Meran, Gröden, Eppan, Kaltern und INL-Meister Neumarkt ins Boot zu bekommen, auch unfreiwillig. Zublasing: „Wir wollen bei Null beginnen und sehen diese Maßnahme als Beginn eines längerfristigen Projekts. Außerdem ist die INL unserer Meinung nach sportlich schwächer als die heimische Serie A.“ Was der Funktionär vergessen hat: Es gibt einen bestehenden Dreijahresvertrag zwischen dem italienischen und österreichischen Eishockeyverband, der noch für die nächsten zwei Jahre läuft.

Klubs wollen bleiben

Ein erstes Treffen zwischen den Verbandsvertretern in Innsbruck am Wochenende war wenig ergiebig: „Schriftlich gibt es aus Italien noch gar nichts, der INL-Vertrag zwischen den Verbänden ist also momentan aufrecht“, sagt INL-Sprecher Christian Gross. Sein italienisches Pendant Werner Zanotti habe bestätigt, dass Meran, Gröden, Neumarkt, Eppan und Kaltern, die bereits im März ihre Meldung abgegeben haben, in der Liga bleiben wollen – nicht zuletzt, weil die Serie A die Budgets dieser Klubs sprengen würde.

Für Michael Fink, Obmann des EHC Palaoro Lustenau, aber auch für Wälder-Boss Guntram Schedler, kommen die neuen Pläne der Italiener überraschend. „Eigentlich war alles klar für die neue Meisterschaft“, wundert sich Fink. „Es gibt schriftliche Abmachungen, die kann man nicht einseitig ändern.“ ##Heimo Kofler##

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