Gastgeber Brasilien vor dem ersten großen „Finale“

Sport / 23.06.2014 • 20:31 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Fussball. Die Polemik ist groß hier in den Medien. Auslöser sind Aussagen von Louis van Gaal. „Brasilien kann es sich aussuchen, auf wen sie im Achtelfinale treffen“, hatte der Coach der Niederlande gemeint. Die Antwort von Brasiliens Cheftrainer ließ nicht lange auf sich warten. Felipe Scolari, auch Felipão („Der grobe Felipe“) genannt, reagierte verärgert und erwiderte in seiner Pressekonferenz mit einem „Burro“ und „Mal intecionado“. „Burro“ heißt in Brasilien Esel und viele Menschen sprechen nun darüber, dass Scolari seinen Kollegen als „Esel“ bezeichnet hat. Was in diesem Zusammenhang nicht ganz stimmt, denn er meinte: „Dumm und bösartig!“

Diese kleinen verbalen Streitigkeiten zeugen schon von einer gewissen Nervosität vor einem möglichen Achtelfinale der beiden Mannschaften. Und so verzichtete Scolari auch darauf, eine gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Dass fast die ganze Welt darauf hofft, dass Brasilien seinen Weg weitergeht, hat aber auch andere Gründe. Ein frühzeitiges Aus der Seleção könnte zum „Supergau“, sprich zu großen Demonstrationen führen. Aus rein sportlicher Überlegung wäre dies doppelt schade. Denn die WM ist bisher ein großer Erfolg. Die Fans sind zufrieden, Tore fallen am Fließband – im Schnitt sind es bislang 2,94 Treffer pro Spiel, einfach Klasse.

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.