Kein Kontakt zu Jürgen Klinsmann

Sport / 23.06.2014 • 20:31 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Jürgen Klinsmann formte ein starkes US-Team. Foto: ap
Jürgen Klinsmann formte ein starkes US-Team. Foto: ap

DFB-Teamspieler und die sportliche Leitung schlossen Absprachen zu USA-Trainer klar aus.

fussball. Nach der packenden Late-Night-Show von Jürgen Klinsmanns leidenschaftlichen US-Boys konnten Joachim Löw und seine Spieler im Campo Bahia ganz entspannt in die Betten fallen. Das unglückliche 2:2 der beeindruckenden Amerikaner gegen Portugal in Manaus entspannte die Lage für die deutsche Mannschaft vor dem prestigeträchtigen Gruppenfinale gegen Klinsmanns Power-Fußballer erheblich. Das große Zittern vor einem blamablen Vorrunden-K.-o. ist im Grunde erledigt – jetzt reicht ein Unentschieden nicht mehr nur für das Minimalziel Weiterkommen, sondern sogar für den wertvollen Gruppensieg.

2006 ein Trainergespann

Trotzdem bleibt das Kräftemessen zwischen Jogi und Klinsi, die 2006 als Trainergespann für das deutsche Sommermärchen verantwortlich waren, „ein besonderes Duell“, wie Oliver Bierhoff betonte. Der Teammanager hatte noch vor dem beeindruckenden Auftritt der US-Auswahl gegen Portugal in der Nacht zum Montag MESZ ein ideales Drehbuch für die 90 Minuten in Brasilien parat gehabt: „Ich würde liebend gerne unterschreiben, dass wir als Erste durchgehen und die Amerikaner als Gruppenzweiter.“

Kampfansage von Klinsmann

Ein schiedlich-friedliches Unentschieden der punktgleichen Teams (4 Zähler, Ghana und Portugal je­weils 1) würde Bierhoffs Wunsch Realität werden lassen. Aber Klinsmann erteilte prompten Spekulationen über einen möglichen Deal mit Löw unmittelbar nach dem Abpfiff in Manaus eine Absage: „Wir sind nicht gemacht für Unentschieden. Beide Mannschaften werden da reingehen und wollen die Gruppe gewinnen.“

Zwischen den langjährigen Weggefährten werde wie im bisherigen Turnierverlauf auch bis zum Wiedersehen unverändert Funkstille herrschen, wie nach Löw auch Klinsmann erklärte: „Es wird keinen Anruf geben.“ Der US-Coach bekräftigte: „Wir fahren nach Recife, um Deutschland zu schlagen.“ Die Leistung gegen Portugal stützte dieses Ansinnen. Auch wenn das Gegentor in letzter Minute, das den vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale kostete, von Klinsmanns kraftstrotzenden Dauerläufern erst einmal verdaut werden muss.

Dem deutschen Team würde schon ein Remis genügen, um mit der besseren Tordifferenz als Gruppenerster ins Achtelfinale einzuziehen und nach derzeitigem Stand ein Duell mit den als Geheimfavorit gehandelten Belgiern zu vermeiden. Aktuell wäre Außenseiter Algerien als Zweiter der Gruppe H der Kontrahent in der ersten K.-o.-Runde.

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