„Latino-Blut“ bei der WM

Sport / 25.06.2014 • 19:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Fussball. „Sangue Latino“ – das lateinamerikanische Blut dominiert bis dato diese Weltmeisterschaft. Brasilien, Chile, Kolumbien, Uruguay und Argentinien stehen schon im Achtelfinale, dazu kommen Costa Rica und Mexiko – möglicherweise stoßen ja auch noch Ecuador und die USA dazu.

Für Brasilien, wo die Leute, weil sie keine spanischen Vorfahren haben, nicht gerne Latinos genannt werden wollen, könnte die WM also zu einer Mini Copa America werden. Wartet im Achtelfinale doch Chile, der Viertelfinalgegner wird in der Begegnung Uruguay gegen Kolumbien ermittelt. Nicht nur für Tostão, einen Spieler der glorreichen 70er-WM-Mannschaft, ist deshalb „alles in Ordnung“ – und er meint: „Allesamt gerne gesehene Kunden! Brasilien kennt diese Teams ganz genau und wir wissen, wie wir gegen sie spielen müssen.“

Vorfreude auf Duell mit Chile

Erst im Halbfinale oder im Endspiel könnte es dann zum großen Aufeinandertreffen zwischen Brasilien und Europa kommen. Deutschland oder Frankreich in der Vorschlussrunde und dann im Finale Argentinien oder die Niederlande. So wird hier in Brasilien schon gerechnet und nach vorne geschaut. Vor allem die Aussicht auf Argentinien fasziniert und elektrisiert die Menschen schon heute. Das Duell Neymar gegen Messi würde hier alles überschatten. Ein Sieg über den verhassten Erzrivalen wäre die Krönung für uns in Brasilien. Doch der Weg zum „Hexa Campião“ ist noch ein langer und mit Sicherheit ein steiniger. Auch wenn man in den Gesprächen mit den Leuten auf der Straße den Optimismus immer mehr heraushört. Klar ist jedenfalls: Sie brennen schon und können das Spiel am Samstag gegen Chile kaum erwarten.

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